Streit um Bäume
Uli Hoeneß vor Gericht – Entscheidung vertagt
27.08.2026 – 18:09 UhrLesedauer: 1 Min.
Im Baumstreit mit Uli Hoeneß kommt es am Donnerstag zu keiner Einigung. Das Gericht will nun Ende September seine Entscheidung verkünden.
Im Streit um zwei neu gepflanzte Bäume auf dem Grundstück von Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß in Bad Wiessee am Tegernsee ist am Donnerstag keine gütliche Einigung zustande gekommen. Das Landgericht München II hat nun den 24. September als Termin zur Verkündung einer Entscheidung angesetzt, teilte ein Gerichtssprecher mit.
Geklagt hat ein Anwohner, der verlangt, dass Hoeneß die beiden Bäume entfernt. Außerdem solle der 74-Jährige es unterlassen, auf dem betreffenden Teil seines Grundstücks künftig Bepflanzungen vorzunehmen, so der Gerichtssprecher. Hoeneß war am Donnerstag persönlich an der Seite seines Anwalts Peter Gauweiler vor Gericht erschienen.
Bäume sollen Wert des Grundstücks mindern
Rechtliche Grundlage ist nach Gerichtsangaben eine sogenannte Grunddienstbarkeit aus dem Jahr 1975. Dabei handelt es sich um ein im Grundbuch eingetragenes Recht, das auf einem fremden Grundstück bestimmte Nutzungen beschränken kann. Im vorliegenden Fall betrifft es die Bepflanzung eines Teils des Hoeneß-Grundstücks.
Im Antrag wird geltend gemacht, die Bäume behinderten die Sicht und minderten den Wert des klagenden Grundstücks. Die Hoeneß-Seite bestreitet das nach Angaben ihres Anwalts: Der Blick sei durch einen Hügel ohnehin beeinträchtigt. Nach Angaben aus dem Verfahren sollen die beiden Bäume als Ersatz für einen maroden älteren Baum gepflanzt worden sein, der gefällt werden müsse.
Der Fall liegt beim Landgericht, weil der Streitwert auf mehr als 10.000 Euro angesetzt ist. Die Hoeneß-Seite wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem Verfahren äußern.














