Oktober 2, 2026 11:51 p.m. CEST

Begehrter Titel

Drei Rhein-Main-Unis werden Exzellenzuniversitäten

02.10.2026 – 16:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Goethe-Universität in Frankfurt (Archivbild): Mit den Universitäten Darmstadt und Mainz erhält sie einen renommierten Titel. (Quelle: Arne Dedert/dpa/dpa-bilder)

TU Darmstadt, Goethe-Uni Frankfurt und Uni Mainz dürfen sich ab 2027 Exzellenzuniversität nennen. Das ist ein Novum.

Der Wissenschaftsrat hat dem Verbund aus TU Darmstadt, Goethe-Universität Frankfurt und Johannes Gutenberg-Universität Mainz den Titel „Exzellenzuniversität“ zuerkannt. Die drei Hochschulen hatten sich als Allianz der Rhein-Main-Universitäten gemeinsam beworben – in einem Wettbewerbsverfahren, das Bund und Länder gemeinsam tragen. Ab 2027 dürfen sie den Titel offiziell führen.

Es ist das erste Mal in der Geschichte der Exzellenzstrategie, dass ein länderübergreifender Verbund diesen Status erhält. Hessen und Rheinland-Pfalz waren in der Exzellenzstrategie bisher nicht vertreten. Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels (SPD) erklärte: „Die Rhein-Main-Universitäten tragen den begehrten Exzellenz-Titel als erste Universitäten in Hessen und als erster länderübergreifender Verbund in der Exzellenzstrategie.“

155 Millionen Euro ab 2027

Nach Angaben des hessischen Wissenschaftsministeriums erhält der Verbund ab 2027 eine Förderung von bis zu 155 Millionen Euro über sieben Jahre. 75 Prozent der Mittel stellt der Bund bereit, 25 Prozent tragen die beteiligten Länder.

Der Entscheidung ging ein mehrstufiges Begutachtungsverfahren voraus. Nach der Antragsstellung im November 2025 begutachteten international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Einrichtungen im Frühjahr 2026 vor Ort. Die endgültige Entscheidung traf die Exzellenzkommission, der 39 internationale Expertinnen und Experten sowie die Wissenschaftsministerinnen und -minister von Bund und Ländern angehören, in einer mehrtägigen Auswahlsitzung.

Zehn Hochschulen und Verbünde tragen Exzellenz-Titel

Bundesweit dürfen sich bisher zehn Hochschulen und Verbünde Exzellenzuniversität nennen, darunter die RWTH Aachen, die Universitäten Bonn, Hamburg, Heidelberg und Tübingen, das KIT Karlsruhe, die LMU und TU München, die TU Dresden sowie ein Berliner Dreier-Verbund. Exzellenzuniversitäten müssen sich alle sieben Jahre einer Überprüfung der Fördervoraussetzungen stellen.

Ebenfalls beworben hatte sich ein mittelhessischer Verbund aus Justus-Liebig-Universität Gießen und Philipps-Universität Marburg. Er konnte sich im Wettbewerb nicht durchsetzen.

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