Nach zwei Jahren Bauzeit
Bauprojekt wird pünktlich fertig und 2,5 Millionen Euro günstiger
14.10.2026 – 08:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine wichtige Abwasserleitung in Hamburg ist wieder vollständig in Betrieb. Die Sanierung war aufwendig, doch am Ende steht eine positive Bilanz.
Zwei Jahre Bauzeit, 17 sanierte Schächte und am Ende sogar Geld gespart: Hamburg Wasser hat die Sanierung des Transportsiels Altona pünktlich abgeschlossen. Und: Letztlich kostete das Projekt rund 7,5 Millionen Euro statt der ursprünglich veranschlagten zehn Millionen Euro.
Die Leitung transportiert täglich das Abwasser von etwa 300.000 Menschen unter der Elbe hindurch zum Klärwerk im Hamburger Hafen. Für die Sanierung konnte Hamburg Wasser den Betrieb nicht einfach einstellen. Das machte die Arbeiten besonders aufwendig.
Schwefelsäure hatte Mauerwerk zerfressen
Bei Kontrollen hatte Hamburg Wasser festgestellt, dass die gemauerten Schächte durch Schwefelsäure im Abwasser stark beschädigt waren. Die eigentlichen Abwasserkanäle befanden sich dagegen in einem guten Zustand.
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Um die Schächte dauerhaft zu schützen, wurden die brüchigen Mauern mit korrosionsbeständigen weißen Platten ausgekleidet. Auch Leitern, Geländer und Betonplatten im Inneren wurden erneuert.
Abwasser musste während der Bauarbeiten weiterfließen
Während der Arbeiten musste das Abwasser weiterfließen. Ein Teil wurde deshalb über andere Kanäle umgeleitet. Für die übrigen Mengen verlegte Hamburg Wasser provisorische Rohre innerhalb des Siels. Die Bauarbeiter sanierten die Schächte rund um diese Rohre.
Hinzu kamen die engen Zugänge unter die Erde. Hamburg Wasser wollte offene Baugruben vermeiden und musste das Material deshalb durch kleine Schachtöffnungen transportieren. Bei starkem Regen mussten die Arbeiten außerdem pausieren, weil dann zu viel Abwasser durch die Leitung floss.
Hamburg-Wasser-Geschäftsführer Martin Gerhardt bezeichnete die Sanierung gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) als „Hochleistungssport“. Er zeigte sich erfreut darüber, dass das Projekt pünktlich und günstiger als geplant abgeschlossen werden konnte.

Abwasser stürzt zehn Meter in die Tiefe
Das Transportsiel erstreckt sich über rund acht Kilometer vom Rondenbarg bis zur Elbe. Bis zu 180.000 Kubikmeter Abwasser können täglich hindurchfließen.
Besonders eindrucksvoll ist die Konstruktion am Philosophenweg. Dort stürzt das Abwasser in einem sogenannten Wirbelfallschacht spiralförmig zehn Meter in die Tiefe. Der Schacht reicht insgesamt knapp 24 Meter unter die Erde. Anschließend fließt das Abwasser durch eine Druckleitung unter der Elbe zum Klärwerk.
Die sanierten Schächte sollen nun möglichst lange halten. „Und die Idee ist natürlich, dass das dann viele Jahrzehnte zukünftig hält“, sagte Gerhardt bei einer Begehung.














