Juli 27, 2026 2:46 p.m. CEST

Verbindungen nach Russland

Nächster Kandidat ist raus: Trainer-Chaos in Italien

27.07.2026 – 12:55 UhrLesedauer: 2 Min.

Andrea Pirlo: Der ehemalige Mittelfeldspieler wird wohl nicht neuer Trainer der italienischen Nationalmannschaft. (Quelle: IMAGO/Vanessa Carvalho/ZUMA Press Wire/imago)

Eigentlich sollte es Andrea Pirlo richten. Jetzt macht der Weltmeister von 2006 allerdings einen Rückzieher. Dem italienischen Verband droht außerdem ein weiterer Verlust.

Nach Pep Guardiola und Carlo Ancelotti ist wohl die nächste Verhandlung für den vakanten Posten des italienischen Nationaltrainers gescheitert. Andrea Pirlo hat sich am Montagmorgen bei Instagram selbst aus dem Rennen genommen. Grund ist seine Zusammenarbeit mit dem russischen Wettanbieter „Fonbet“, die beim Verband FIGC auf scharfe Ablehnung gestoßen ist.

Pirlo hatte im Mai an einem von „Fonbet“ veranstalteten „Tag des Fußballs“ in Moskau teilgenommen. Der Auftritt hatte ihm bereits damals heftige Kritik eingebracht. Bei Instagram wehrte sich der 47-Jährige gegen die Vorwürfe und schrieb: „Die berufliche Zusammenarbeit, die Gegenstand der jüngsten Kontroverse war, entstand im Rahmen meiner Tätigkeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten und ist ausschließlich kommerzieller und sportlicher Natur.“

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Der Zusammenarbeit eine politische Bedeutung zuzuschreiben, bedeute, „mir Überzeugungen zu unterstellen, die ich nie geäußert habe und die nicht die meinen sind“. Zudem blickte Pirlo „mit großer Verbitterung“ auf die Trainer-Debatte: „In der vergangenen Nacht habe ich erfahren, dass ich kein Kandidat mehr für den Cheftrainerposten der italienischen Nationalmannschaft bin.“

„Liebe zu Italien hängt nicht von einem Jobtitel ab“

Für ihn eingesetzt hatte sich Paolo Maldini, der erst kürzlich zum Technischen Direktor der FIGC berufen worden war. Maldini hat offenbar angekündigt, ohne Pirlo stehe auch er nicht mehr für einen Neuaufbau zur Verfügung. Verbandspräsident Giovanni Malagò will Pirlos Verträge nun genau prüfen. Eine Rückkehr scheint nach Pirlos eigenen Worten dennoch ausgeschlossen.

In seiner Stellungnahme schrieb er: „Ich möchte Maldini und Leonardo für die Wertschätzung und das Vertrauen danken, das sie mir entgegengebracht haben.“ Seine Liebe zu Italien „hängt nicht von einem Jobtitel ab. Sie ist Teil meiner Geschichte, meiner Identität, und sie wird mich immer begleiten“.

Andrea Pirlo war Wunschkandidat gewesen, nachdem sowohl Pep Guardiola als auch Carlo Ancelotti abgesagt hatten. Derzeit ist der Weltmeister von 2006 noch als Trainer des Dubai FC tätig. Als neue Kandidaten für den Trainerposten in Italien gelten nun Roberto Mancini und Antonio Conte.

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