Oktober 10, 2026 5:12 p.m. CEST

„Was ich gesehen habe, ist unbeschreiblich“

Tornados verwüsten beliebte Urlaubsregion


10.10.2026 – 13:08 UhrLesedauer: 2 Min.

Tornado-Schäden in Marsala, Sizilien: Mehrere Häuser wurden unbewohnbar. (Quelle: Antonio Cascio/reuters)

Unwetter wüten auf Sizilien, ein Tornado wirbelt alles durcheinander. Übrig bleiben Trümmer und Fassungslosigkeit.

Es sind Bilder, die die Menschen im Westen der italienischen Urlaubsinsel Sizilien wohl lange nicht vergessen werden: Zerstörte Autos liegen kopfüber auf der Straße, von Häusern sind nur noch Trümmer übrig. Straßen sind von Schlamm bedeckt. Der Bürgermeister der Stadt Marsala zeigt sich fassungslos: „Was ich gesehen habe, ist unbeschreiblich“, sagte er dem italienischen Rundfunk Rai.

Mindestens zwei Tornados, die sich am Freitag über dem Mittelmeer gebildet hatten, waren zuvor in der Region auf Land getroffen. Elf Familien verloren ihre Häuser, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Sie kamen vorläufig in Hotels oder bei Verwandten unter. In Marsala wurde laut Rai eine Schule schwer beschädigt. Mehrere Kinder erlitten leichte Verletzungen. Im benachbarten Petrosino sei ein Auto von einem der Tornados erfasst und in eine Schlucht geschleudert worden. Wie sizilianische Medien unter Berufung auf die zuständigen Krankenhäuser berichteten, wurden in der Gegend rund um Marsala insgesamt elf Menschen verletzt – durch die Wucht des Windes und umherfliegende Trümmer und Glassplitter.

Im Video | Tornado trifft Urlaubsinsel

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Fotos und Videos sollen einen Tornado zeigen, der sich in Form einer dunklen trichterförmigen Wolke meterhoch auftürmt und alles mit sich reißt.

Italien: Gemeinden rufen wegen des Wetters Notstand aus

Die Gemeinde Petrosino rief wegen der Unwetterschäden den Notstand aus, wie Ansa berichtete. „Petrosino kann mit den Folgen eines Unwetters dieser Größenordnung nicht allein gelassen werden“, zitierte die Agentur den Bürgermeister.

In der Region Kalabrien ist die Lage ebenfalls ernst. In der Hafenstadt Melito di Porto Salvo seien Autos ins Meer gespült worden und Mauern eingestürzt, berichtete der örtliche Bürgermeister laut Ansa. „Wir haben das Ausmaß der Schäden noch nicht erfasst“, sagte er. Von der Gemeinde auf Facebook veröffentlichte Fotos zeigen riesige Löcher in abgesackten Straßen und umhergewirbelte Autos.

Eine Straße in Melito di Porto Salvo hat ein großes Loch: Heftige Regenfälle haben große Schäden verursacht. (Quelle: Facebook/Comune di Melito di Porto Salvo)
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