Neue Details zum tödlichen Unglück
Abgestürzte Zirkus-Artistin wurde nur 27 Jahre alt
Aktualisiert am 29.09.2025 – 09:43 UhrLesedauer: 3 Min.
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Es sollte ein Highlight bei der Zirkusvorführung in der Manege werden: die Trapez-Nummer einer 27-Jährigen. Doch wenige Momente später ist der Schock groß.
„Wegen Trauerfall bleibt der Circus geschlossen. Gekaufte Tickets werden erstattet“ steht auf einem weißen Zettel, der mit Klebeband an der Kasse des Circus Paul Busch befestigt wurde. An einen regulären Betrieb ist wenige Stunden nach dem tödlichen Unglück in der Manege nicht zu denken.
Es war gegen 17.45 Uhr am Samstag, als die 27-jährige Zirkus-Artistin Marina in gut fünf Metern Höhe am Trapez turnte. Sie war laut „Bild“-Zeitung für die anstehende Tournee vom Circus Paul Busch gebucht worden, der derzeit in Bautzen gastiert. Rund 100 Zuschauer, darunter viele Kinder, beobachteten das Spektakel der spanischen Künstlerin, die auf Mallorca lebt.
„Jeden Tag strebe ich danach, meine Technik zu perfektionieren und neue Wege zu finden, das Publikum zu überraschen und zu begeistern“, schrieb die Artistin auf ihrer Internetseite. Doch am Samstagabend der tödliche Schock: Die 27-Jährige stürzte aus rund fünf Metern in die Tiefe, wie die Polizei mitteilte. Die junge Artistin starb noch in der Manege.
Wie die „Bild“-Zeitung schilderte, hielten viele Eltern ihren Kindern die Augen zu, die Besucher verließen fluchtartig das Zirkuszelt. „Das Kriseninterventionsteam war sofort im Einsatz und hat die Gäste und auch die anderen Zirkusmitarbeiter betreut“, erklärte ein Polizeisprecher. Eine Hotline wurde eingerichtet, dort stehen speziell geschulte Mitarbeiter bereit.
Bei Marinas Kollegen ist die Bestürzung am Tag nach dem tödlichen Unglück groß: „Wir können nicht fassen, was passiert ist“, sagte eine Zirkusmitarbeiterin der „Bild“. Und auch Bautzens Oberbürgermeister Karsten Vogt zeigte sich bestürzt von dem Unglück. „Im Namen der Stadt spreche ich den Angehörigen und Hinterbliebenen mein aufrichtiges Mitgefühl aus. Unsere Gedanken sind bei den Familien und allen, die von diesem schweren Unglück betroffen sind“, sagte der CDU-Politiker.
Doch wie konnte es zu dem tödlichen Unglück kommen? Bisher gibt es nur Spekulationen. Der Chef des Verbandes deutscher Circusunternehmen, Ralf Huppertz, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die Artisten gehen Gefahren ein, die sie selbst einkalkulieren und einschätzen. Darüber sind sie sich aber auch im Klaren.“ Fünf Meter seien für geübte Artisten eigentlich keine besondere Höhe. Seine Vermutung: „Die Frau muss sehr unglücklich oder auf ein Hindernis gefallen sein“, so Huppertz. Der „Bild“ sagte er, es sei denkbar, dass ihr plötzlich schwindelig geworden sei.
