September 19, 2026 8:56 p.m. CEST

13-Jähriger sticht auf Lehrerin ein

Schüler will Bluttat ins Internet streamen


18.09.2026 – 14:54 UhrLesedauer: 2 Min.

Polizei an der Schule: Ein Mitschüler soll Schlimmeres verhindert haben. (Quelle: IMAGO/Matteo Nardone/imago)

Ein langes Messer, Pfefferspray, ein Helm mit Kamera und ein Handy: So bewaffnet geht in Italien ein 13-Jähriger auf eine Lehrerin los. Offenbar war er mit einer Note nicht einverstanden.

Ein 13-Jähriger hat in einer Schule in Rom eine Lehrerin angegriffen. Außerdem soll er versucht haben, die Tat live per Telegram zu streamen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Der Junge soll der Frau erst Pfefferspray ins Gesicht gesprüht und dann mit einem Messer auf sie eingestochen haben.

Ein Mitschüler stoppte Medienberichten zufolge die Attacke. Alarmierte Carabinieri konnten die Situation schließlich unter Kontrolle bringen. Die Lehrerin wurde in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestehe nicht, hieß es.

  • Ein Verdächtiger ist erst neun: Gruppe verprügelt und quält Teenager stundenlang

Der Junge soll einem Bericht der Presseagentur „Dire“ zufolge bei der Attacke zudem einen Helm mit einer GoPro-Kamera getragen haben. Sein Messer habe eine 20 Zentimeter lange Klinge gehabt.

Das Motiv soll eine schlechte Note gewesen sein, berichtete Ansa. Mitschüler hätten nach der Attacke gesagt, der 13-Jährige habe die Lehrerin „gehasst“. Möglicherweise habe er unter dem „Einfluss sozialer Medien und gewaltverherrlichender Websites“ gehandelt, die er in letzter Zeit besucht haben soll, hieß es weiter.

Bildungsminister schaltet sich ein: Internetzugang einschränken

Bei dem Opfer handelt es sich den Berichten zufolge um eine Italienischlehrerin, die im letzten Jahr vor ihrer Pensionierung unterrichtet. Der mutmaßliche Angreifer wurde in Begleitung seiner Eltern zur Polizeiwache gebracht. Die Beamten beschlagnahmten sein Handy.

Italiens Bildungsminister Giuseppe Valditara erklärte nach dem Vorfall, neben der Erziehung zu Respekt und dem Bewusstsein für die Risiken des Internets müsse Minderjährigen unter 15 Jahren „der Zugang zu sozialen Netzwerken und gefährlichen Kanälen verwehrt werden“.

Aktie.
Die mobile Version verlassen