August 25, 2026 1:35 a.m. CEST

Sanierung von Schloss Bellevue

Steinmeier bezieht offiziell neuen Amtssitz

24.08.2026 – 14:54 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Amtssitz am Spreebogen: Das Gebäude mit seiner bunten Fassade und der Bauweise aus Holzmodulen soll das Bundespräsidialamt für bis zu acht Jahre beherbergen. (Quelle: IMAGO/Stefan Zeitz Photography)

Eingezogen ist der Bundespräsident in sein neues Berliner Domizil schon im Juli. Frank-Walter Steinmeier lobt den Bau in höchsten Tönen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist nun offiziell Hausherr in seinem neuen Berliner Domizil, das er wegen der Sanierung von Schloss Bellevue beziehen musste. Er bekam in einem symbolischen Akt den Schlüssel für den modernen Bau in direkter Nähe zu Kanzleramt und Hauptbahnhof übergeben. Er, seine Frau sowie seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien inzwischen gut in dem neuen Gebäude angekommen, sagte Steinmeier.

„Es ist einfach ein schönes Haus geworden“, sagte der Bundespräsident. „Freundlich und einladend, modern und funktional, zurückhaltend, aber trotzdem stilvoll und – ich finde – elegant.“

Der Bau wirke natürlich völlig anders als Schloss Bellevue. „Aber er wird den höchsten Ansprüchen gerecht, die sich an den Amtssitz des Bundespräsidenten nun einmal stellen“, sagte Steinmeier. Das Haus biete gute Arbeitsbedingungen, sei aber auch ein würdiger Ort für Veranstaltungen und Empfänge.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (M.) und seine Frau Elke Büdenbender (2.v.r.) stehen zusammen mit Petra Wesseler (l.), Präsidentin des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung, Alexander von Erdély (2.v.l), Sprecher des Vorstands der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, und Dörte Dinger (r), Chefin des Bundespräsidialamts, bei der symbolischen Schlüsselübergabe für den neuen Amtssitz. (Quelle: Bernd von Jutrczenka)

Amtssitz Schloss Bellevue wird jahrelang saniert

Steinmeier hatte sein neues Quartier bereits Anfang Juli bezogen. Ende Juli nahm er dort die erste Amtshandlung vor. Die von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ausgewechselten Ministerinnen und Minister erhielten ihre Entlassungsurkunden, die Nachfolger ihre Ernennungsurkunden.

Schloss Bellevue soll in den kommenden acht Jahren von Grund auf saniert werden. Als Kosten sind 601 Millionen Euro veranschlagt. Für noch nicht kalkulierbare Risiken sowie mögliche Baukostensteigerungen, die nicht zwingend eintreten müssen, sind weitere 259 Millionen Euro eingeplant. Die Sanierung schließt auch das Bundespräsidialamt ein, in dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Steinmeiers untergebracht waren, außerdem den Sicherheitsbereich und den Park.

Im Ausweichquartier, einem sechsgeschossigen Neubau mit Büros in Holzmodulbauweise und einer auffallend bunten Fassade sollen nach der Rückkehr des Staatsoberhaupts ins Schloss Bellevue Bundesbehörden untergebracht werden.

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