Wind erschwert Landung
Ryanair-Flugzeug entgeht nur knapp Katastrophe
25.09.2026 – 18:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Boeing muss wegen eines Sturms dreimal durchstarten. Ein Untersuchungsbericht zeigt nun, wie knapp es wirklich war.
Eine Ryanair-Maschine mit 177 Menschen an Bord ist in Großbritannien im vergangenen Jahr nur beinahe einer Katastrophe entgangene. Das geht aus einem Untersuchungsbericht der britischen Flugunfallbehörde AAIB hervor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Boeing landete demnach mit nur 363 Kilogramm Kerosin im Tank, an einem anderen Flughafen als eigentlich geplant.
Die Boeing 737-800 sollte Anfang Oktober 2025 eigentlich von Pisa nach Glasgow Prestwick fliegen. Wegen des Sturms „Amy“ löste beim ersten Landeversuch aber ein Warnsystem aus. Die Piloten hätten den Versuch deswegen abgebrochen.
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Nach einer Wartezeit versuchte die Crew einen zweiten Anflug, der ebenfalls scheiterte. Die Piloten starteten wieder durch und baten um eine Umleitung nach Manchester, wo der Sturm nicht so heftig wütete.
Beinahe-Katastrophe: Anschuldigung gegen Flughafen Manchester
Doch die Flugsicherung lehnte den Antrag laut Bericht zunächst ab. Die Crew sei stattdessen nach Edinburgh ausgewichen – auch dort habe das Warnsystem allerdings angeschlagen. Zum dritten Mal mussten die Piloten durchstarten.
Der Kapitän entschied sich für Manchester und funkte laut Bericht: „Mayday, Mayday, Mayday“ – diesmal habe der Flughafen dem Antrag stattgegeben. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch rund 2.100 Kilogramm Treibstoff an Bord. Für einen Flug nach Manchester mit Sicherheitsreserve hätten sie 2.800 Kilogramm benötigt.
Laut AAIB hätte der verbliebene Treibstoff für ein weiteres Durchstartmanöver wahrscheinlich nicht gereicht. Bei den vorherigen Manövern verbrauchten beide Triebwerke rund 120 Kilogramm Kerosin pro Minute. Laut AAIB-Bericht hätte die Umleitung nach den Flughafenregeln akzeptiert werden müssen. Die Ablehnung sei wohl auf ein Kommunikationsproblem innerhalb des Flughafens zurückzuführen gewesen.
Alle 177 Menschen an Bord blieben unverletzt. Das Flugzeug wurde nicht beschädigt. Der Flughafen Manchester hat nach dem Vorfall seine Verfahren für Umleitungsanfragen überarbeitet.
