September 25, 2026 5:32 p.m. CEST

Makabrer Fall in Spanien

Mutter und Tochter leben jahrelang mit Leiche im Haus


25.09.2026 – 15:17 UhrLesedauer: 2 Min.

Polizisten in Spanien (Symbolbild): (Quelle: Copyright: xtsugulievx via imago/imago)

Ein spanischer Familienvater stirbt im Alter von 77 Jahren. Was Frau und Tochter dann tun, wirft Fragen auf.

In Spanien haben Polizisten in einem Wohnhaus die Leiche eines 77-jährigen Mannes entdeckt. Seine 59-jährige Ehefrau und die 22-jährige Tochter sollen mehr als zwei Jahre lang mit den sterblichen Überresten des Mannes in einem Haus gelebt haben, wie die spanische Zeitung „El País“ und weitere Medien berichteten.

Zu dem ungewöhnlichen Polizeieinsatz war es am Mittwoch in der Gemeinde Cabrera d’Anoia nordwestlich von Barcelona gekommen. Laut „El País“ gab die Ehefrau an, ihr Mann sei 2024 auf dem Sofa gestorben. Sie und ihre Tochter hätten ihn anschließend lediglich mit einer Decke zugedeckt und in ein Zimmer gebracht.

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Die beiden Frauen hätten das Haus seit der Pandemie nicht mehr verlassen, sollen sie den Beamten berichtet haben. Hinweise auf ein Verbrechen fanden die Ermittler bislang nicht. Eine Autopsie soll die Todesursache klären.

Verwahrlostes Grundstück fiel Nachbarn auf

Dem „El País“-Bericht zufolge lebte die Familie seit neun Jahren in dem Haus. Der 77-Jährige soll als Arzt eine Privatpraxis in Barcelona betrieben haben. Er habe sich auf Homöopathie spezialisiert, berichtete die Zeitung weiter.

Nachbarn hätten sich wiederholt über Chaos, Müll und Gestank auf dem Grundstück beschwert, hieß es. Deshalb sei letztlich auch die Polizei alarmiert worden.

Die beiden Frauen seien am Mittwoch zunächst in ein Krankenhaus gebracht und untersucht worden, berichtete „El País“ weiter. Später seien sie nach Hause zurückgekehrt. Am Donnerstag seien die beiden per Rettungswagen erneut in eine medizinische Einrichtung gebracht worden, hieß es. Die Hintergründe blieben unklar.

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