Kleinwagen im TÜV-Check
In diesem Kapitel wird es für den gebrauchten Mini zappenduster
26.09.2026 – 09:27 UhrLesedauer: 3 Min.
Lenkt sich direkt, macht kaum Umstände: Der Mini schneidet auf dem Prüfstand gut ab. Nur in einem Kapitel sehen die TÜV-Prüfer Nachholbedarf.
Unter den kleinen Autos hat der Mini den Ruf eines Statussymbols. Sein Ansehen und lifestyliges Aussehen hält auch bei Gebrauchten die Preise hoch. Dafür aber gibt es ein Auto, mit dem man sich wenig herumschlagen muss, obwohl es oft rasant gefahren wird. Seine Bilanz bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) ist „gut bis sehr gut“, so der „Auto Bild TÜV-Report 2026“.
Fakten zum gebrauchten Mini
- Modellhistorie: Im Jahr 2014 kam der betrachtete Mini mit dem Kürzel F56 auf den Markt – als dritte Mini-Generation unter BMW-Regie. Mit der Modellpflege von 2018 überarbeitete der Hersteller Motoren, vor allem die Dreizylinder wurden effizienter. Erstmals konnte ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe bestellt werden.
Das weitere Facelift von 2021 brachte Designretuschen an Front und Heck sowie unter anderem ein 8,8-Zoll-Touchscreen serienmäßig. - Karosserie und Varianten: Der Klassiker ist der Dreitürer (F56), der als einziger auch den potentesten Motor mit 306 PS verpasst bekam – in der limitierten John Cooper Works GP-Version von 2019.
Als F55 wird der Fünftürer geführt, während das Cabrio das Kürzel F57 trägt. Reguläre Topmodelle in puncto Motorkraft tragen den Beinamen John Cooper Works, 231 PS stehen im Datenblatt.
Weitere, hier nicht berücksichtigte Versionen des Mini sind der elektrische Cooper SE sowie der langgestreckte Clubman mit seitlich angeschlagenen Hecktüren oder das Mini-SUV Countryman. Sie basieren auf anderen technischen Plattformen oder stehen für sich allein. - Abmessungen (laut ADAC) Dreitürer: 3,82 m bis 3,87 m x 1,73 m x 1,41 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 211 l bis 930 l; Fünftürer: 3,98 m x 1,73 m x 1,43 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 278 l bis 941 l; Cabrio: 3,82 m bis 3,87 m x 1,73 m x 1,42 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 215 l.
- Motoren: Benziner (Drei- und Vierzylinder, Frontantrieb): 75 bis 306 PS; Diesel (Drei- und Vierzylinder, Frontantrieb): 95 bis 170 PS.
Stärken
Wesensmerkmal und von den Fans geliebt ist die Agilität des Mini, der oft auch entsprechend sportlich gefahren wird. Umso erstaunlicher: Die Achsaufhängungen erweisen sich bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) laut zitiertem Report als „top“. Auch die Lenkung schneidet gut ab, Rost am Fahrwerk ist ein Fremdwort. Bremsleitungen und -schläuche sind fast frei von Kritik, die -scheiben verschleißen nur langsam. Ölverlust kommt so selten vor wie Defekte an der Abgasanlage.
Schwächen
Federn und Dämpfer werden erst ab HU Nummer vier im Fahrzeugalter von neun Jahren öfter moniert. In etwa diesem Alter lässt auch die Funktion der Fußbremse statistisch betrachtet merklich nach. Überdurchschnittlich oft, auch schon bei jungen Exemplaren ab dem zweiten Check, bekommt die vordere Beleuchtung hohe Beanstandungsquoten. Für Interessenten des Cabrios kann es nicht schaden, die elektrischen Komponenten der Verdeck-Mechanik auf Verschleiß und Funktion zu überprüfen.
Pannenverhalten
Laut ADAC-Statistik ist der Mini der dritten Generation ein solides Auto – was die Pannenhäufigkeit betrifft. Mit Ausnahme von Exemplaren des Erstzulassungsjahres 2017, die der Club mit „mittelmäßig“ bewertet, schneidet der britisch-bayrische Wagen zuverlässig und ab den Jahren 2019 sogar „sehr zuverlässig“ ab. Was ihm in die Parade fährt, ist der Klassiker bei Panneneinsätzen: streikende Starterbatterien, auffällig bei Minis von 2016 und 2017.
Händler-Verkaufswert
Nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) mit statistisch erwartbaren Kilometern – drei Preisbeispiele:
- Cooper, Dreitürer, Facelift (6/2019); 136 PS (Dreizylinder); 83.000 Kilometer; 12.429 Euro.
- Cooper D, Fünftürer (6/2016); 116 PS (Vierzylinder); 159.000 Kilometer; 7.563 Euro.
- Cabrio John Cooper Works, OPF, (6/2021); 231 PS (Vierzylinder); 63.000 Kilometer; 23.140 Euro.












