Planungsprozess
Dresden legt Quartier-Pläne offen: Was am Alten Leipziger Bahnhof entsteht
19.10.2026 – 09:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit Jahren wird das brachliegende Areal geplant. Nun liegen die Vorentwürfe für zwei Bebauungspläne vor – und die Stadt lädt zur Mitsprache ein.
Das Dresdner Amt für Stadtplanung und Mobilität hat die Vorentwürfe für zwei Bebauungspläne zum Areal des Alten Leipziger Bahnhofs veröffentlicht. Die Unterlagen liegen vom 26. Oktober bis 27. November 2026 öffentlich aus. Das geht aus einer Mitteilung der Landeshauptstadt Dresden hervor.
Wo und wann die Unterlagen einsehbar sind
Die Vorentwürfe tragen die Bezeichnungen „Alter Leipziger Bahnhof – Nord“ und „Alter Leipziger Bahnhof – Süd“. Einsehen können Interessierte sie im Stadtforum Dresden, Waisenhausstraße 14, montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr, sowie im Stadtbezirksamt Neustadt, Hoyerswerdaer Straße 3. Außerdem sind die Unterlagen online abrufbar.
Zudem findet am Mittwoch, 28. Oktober 2026, von 18 bis 20 Uhr eine öffentliche Informationsveranstaltung in der Aula des Gymnasiums Dresden-Pieschen, Erfurter Straße 17, statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer Stellung nehmen möchte, kann diese per E-Mail einreichen.
Rückblick: So lief der Planungsprozess
Die aktuellen Planungen gehen auf einen mehrjährigen Prozess zurück. Grundlage ist der Masterplan „Leipziger Vorstadt/Neustädter Hafen“, den der Stadtrat 2018 beschlossen hatte. Ab 2022 wurde die Entwicklung des Gebiets zwischen Erfurter Straße, Leipziger Straße, Eisenbahnstraße und Bahntrasse in einem kooperativen Verfahren weiter konkretisiert.
Eine 48-köpfige Begleitgruppe aus Dresdner Bürgern, Vertretern der Stadtverwaltung, der Politik, Eigentümern, Fachbehörden und Interessengruppen wirkte dabei an den Planungszielen mit. Im November 2023 konnten Bürger bei einer „Gläsernen Werkstatt“ sieben ausgewählte Entwürfe diskutieren. Diese hatte eine Jury zuvor aus 39 eingereichten Arbeiten ausgewählt. Im Februar 2024 kürte das Preisgericht den Entwurf von KOPPERROTH Architektur & Stadtumbau PartGmbB mit Fabulism GbR und Station C23 zum Sieger. Dieser städtebauliche Entwurf dient seither als Grundlage für die weitere Planung.
Was auf dem Areal entstehen soll
Geplant ist ein kleinteiliges, gemischt genutztes Stadtquartier mit Wohnungen, Gewerbe sowie Kultur- und Kreativwirtschaft. Hinzu kommen neue öffentliche Grün- und Freiflächen. Ein Quartierspark und neue Wegeachsen sollen das Gebiet mit den angrenzenden Stadtteilen verbinden. Bestehende Kultur- und Gewerbenutzungen sollen vor allem im Bereich der sogenannten „Eventspange“ weitgehend erhalten bleiben. Auch familienfreundliches Wohnen sowie Sport- und Freizeitangebote gehören zu den Planungszielen.
Rechtswirksam werden die Bebauungspläne erst nach einem Beschluss des Dresdner Stadtrates.















