Zum Schutz der Anwohner
Brüsseler Platz: Kuriose Strategie gegen nächtliche Ruhestörung
23.07.2026 – 10:24 UhrLesedauer: 2 Min.
Die öffentlichen Toiletten am Brüsseler Platz haben eingeschränkte Öffnungszeiten – und das hat einen bestimmten Grund. Die Stadt Köln hat sich dazu geäußert.
Ein Schild an den öffentlichen Toiletten am Brüsseler Platz löst auf der Plattform reddit derzeit Diskussionen aus. Zu sehen sind die Öffnungszeiten der WC-Anlage. Nutzer im Internet fragen sich, was das soll?
„Kann mir das jemand erklären, wieso ein Urinal nicht einfach immer offen sein kann? Am Zülpicher Platz geht es doch auch?“, fragt ein User. Die Kölner Redaktion von t-online hat bei der Stadt nachgefragt – und die Antwort ist eindeutig.
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Wie eine Stadtsprecherin erklärt, wurden die Öffnungszeiten der öffentlichen WC-Anlage begrenzt, um die Attraktivität und die Aufenthaltsqualität auf dem Platz nach 22 Uhr zu verringern. So solle der Gesundheitsschutz der Anwohnenden in Bezug auf die Nachtruhe ab 22 Uhr durchgesetzt werden.
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Öffnungszeiten begrenzt: Keine Sorge vor „Wildpinklern“
Nach Angaben der Stadtsprecherin bestehen die Öffnungszeiten der WC-Anlage bereits seit dem 6. Mai. Von montags bis donnerstags habe die öffentliche Toilette 24 Stunden geöffnet. Freitag kann die Anlage zwischen 0 Uhr und 22 Uhr genutzt werden, am Samstag und Sonntag von 6 Uhr bis 22 Uhr.
Auf die Frage, ob sich die Stadt keine Sorge wegen möglicher Wildpinkler mache, reagierte die Sprecherin gelassen. Wegen der verstärkten Präsenz des Ordnungsamtes sei dies nicht zu befürchten.
Lärm am Brüsseler Platz: Seit Jahren ein Streitthema
Zuletzt waren die öffentlichen Toiletten am Brüsseler Platz gesperrt worden. Unbekannte hatten die Anlage mit einer „speziellen Art von Graffiti“ beschädigt, wie es damals vonseiten der Stadt hieß. Eine Spezialfirma musste die Schäden beheben.
Seit Jahren streiten sich Anwohner mit Feiernden über die Zukunft des Brüsseler Platzes. Zuletzt hatte das OVG die Stadt Köln dazu verurteilt, angemessene Maßnahmen zum Lärmschutz zu treffen. Seit vergangenem Jahr gilt ein Alkoholkonsumverbot in den Abend- und Nachtstunden. Dennoch werden die Grenzwerte weiter überschritten. Deswegen musste die Stadt Köln zuletzt 5.000 Euro Strafe zahlen.














