Allerdings deutet der Tathergang auf eine extreme Brutalität hin. So habe Stalzer nicht nur 13 Messerstiche im Oberkörper erlitten, sondern auch Hämatome und mehrere Schädelbrüche, wie „Bild“ berichtet. Sie wurde nach der Erstversorgung mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen, wo die Ärzte sie operierten. Laut Berichten schwebte die Politikerin und Rechtsanwältin in Lebensgefahr.
Was genau zu dem Angriff geführt haben könnte, ist ungewiss. Man gehe aber von einem „innerfamiliären Konfliktgeschehen“ aus, so die Polizei. So soll Stalzer erst vor Kurzem einen Brandbrief an das Jugendamt geschrieben haben, in dem sie um Hilfe bat. Diese habe sie aber nicht erhalten, berichten mehrere Medien. Die Polizei bestätigte am Mittwoch bei einer Pressekonferenz die Existenz dieses Brandbriefs. Man habe seit dem Vortag Kenntnis davon, sagte die Polizeidirektorin Ursula Schönberg.
Die beiden Kinder der Kommunalpolitikerin waren noch am Tattag vorläufig festgenommen worden. Inwieweit der Junge nur Zeuge der Tat war oder Beihilfe geleistet habe, müsse noch ermittelt werden, sagte der Oberstaatsanwalt. Beide Kinder sollten dem Jugendamt übergeben werden.
Die Nachricht vom Angriff auf die erst vor wenigen Tagen in einer Stichwahl zur Bürgermeisterin der 22.500-Einwohner-Stadt gewählten SPD-Politikerin hatte quer durch alle politischen Lager Bestürzung ausgelöst: Vom Bundeskanzler bis zum SPD-Generalsekretär taten Politiker umgehend ihre Anteilnahme kund.















