Sparkurs beim SWR
Folgen für Andy Borgs „Schlager-Spaß“ – weitere Formate betroffen
17.07.2026 – 14:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Umstrukturierung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk betrifft auch den SWR. Unter anderem für den „Schlager-Spaß“ ist der Sender künftig nur noch eingeschränkt zuständig.
Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird weiter gespart – so auch beim SWR. Der Sender plant, künftig weniger eigene Studios zu betreiben, um Kosten zu senken. Das hat nun Auswirkungen auf gleich mehrere langjährige Formate.
Denn wie der SWR in einer Pressemitteilung bekannt gibt, wird die Sendung „Schlager-Spaß“ mit Moderator Andy Borg bald nicht mehr der Sender selbst produzieren. Stattdessen wird die Firma Kimmig Entertainment übernehmen.
Gedreht werden soll weiterhin in Baden-Württemberg, also im Kerngebiet des SWR, genauer gesagt in einer angemieteten Eventhalle des Europa-Parks in Mahlberg im Ortenaukreis.
Weitere Änderungen in anderen Formaten
Auch der „Tatort“ ist betroffen. Die Fälle aus dem Schwarzwald werden bereits von einem externen Unternehmen, der Ludwigsburger Produktionsfirma Giganten Film, produziert. Der erste Film der neuen Zuständigen läuft unter dem Titel „Freund und Feind“. Die Produktionen des Stuttgarter und Ludwigshafener „Tatort“ liegen weiterhin beim SWR.
Darüber hinaus werde die Sendung „Sag die Wahrheit“ ab 2027 in Leipzig in Kooperation mit dem MDR produziert. Der „Tigerenten Club“ werde künftig auf zwei Standorte aufgeteilt: Die Show- und Spielelemente werden bei Riverside Entertainment in den Bavaria Studios in Köln-Bocklemünd produziert. Weiterhin in Eigenproduktion in Stuttgart entstehen jedoch die Live- und Quiz-Teile und die Kinderreportagen.
SWR-Intendant Kai Gniffke erklärt, dass sich der Sender aus „Verantwortung für die anvertrauten Mittel“ für die wirtschaftlich sinnvollsten Lösungen entscheide. Zugleich versichert er, dass sich an der Qualität der Produktionen „nichts verändern“ werde.
Auch Programmdirektor Clemens Bratzler macht deutlich, dass der Abschied von den eigenen Produktionsstrukturen „schmerzhaft“ sei. Vor dem Hintergrund finanzieller Unsicherheiten sei es jedoch notwendig, den SWR „flexibler aufzustellen“. Zudem könne die Auslagerung „sozialverträglich“ umgesetzt werden.














