Deutsche Flughäfen betroffen
Spanische Billig-Airline steckt in der Krise
Aktualisiert am 29.09.2026 – 07:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Billig-Airline Volotea hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestartet. Die Restrukturierung könnte auch Verbindungen zu deutschen Flughäfen berühren.
Volotea hat Medienberichten zufolge ein Verfahren zur Insolvenz in Eigenverwaltung eingeleitet, um einen Restrukturierungsplan mit Gläubigern auszuhandeln. Wie die spanische Zeitung „La Vanguardia“ berichtet, leide das Unternehmen unter erheblichen finanziellen Schwierigkeiten. Die Airline fliegt von mehreren deutschen Flughäfen, darunter Berlin, Hamburg und München, zu Zielen in Italien, Spanien und Griechenland.
Die Fluggesellschaft hat demnach schon Verhandlungen mit ihren Gläubigern, darunter auch die spanische staatliche Beteiligungsgesellschaft SEPI, aufgenommen und hofft, bis Dezember eine Einigung zu erzielen. Der Plan sieht den Berichten zufolge eine Kapitalerhöhung, eine Verkleinerung der Flotte und den Abbau von Stellen in der Firmenzentrale in Barcelona vor.
Dutzende Stellen sollen gestrichen werden
Den Berichten zufolge sollen rund 50 Jobs gestrichen und die Flotte, hauptsächlich Airbus A319 und A320, von 44 auf etwa 30 bis 35 geschrumpft werden. Das Unternehmen versicherte jedoch, dass der Flugbetrieb normal weiterlaufen werde. „Wir fliegen weiterhin wie gewohnt, bieten neue Strecken an, verkaufen Tickets und planen unseren zukünftigen Flugplan“, wird Geschäftsführer Carlos Muñoz von spanischen Medien zitiert. Er betonte, dass die Restrukturierung notwendig sei, um die Zukunft des Unternehmens mit seinen rund 2.300 Mitarbeitern zu sichern.
Als eine Ursache für den Sanierungskurs nannte Volotea den Krieg im Nahen Osten und die damit verbundenen Preisschwankungen beim Kerosin. Die höheren Treibstoffkosten sollen das Unternehmen seit März rund 150 Millionen Euro zusätzlich gekostet haben. Die Umstrukturierung erfolgt trotz operativer Verbesserungen nach drei Jahren hoher Verluste. Der Schuldendruck habe seit der Pandemie-Finanzierung bestanden, berichtet „La Vanguardia“. Auch andere Fluggesellschaften kämpften zuletzt ums Überleben, darunter AirBaltic, die auch Insolvenz anmeldete.














