Sozialwissenschaftler über Vergesellschaftung
„Wer eine kurzfristige Entlastung verspricht, lügt sich in die Tasche“
18.10.2026 – 10:46 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Wohnkrise setzt die Politik zunehmend unter Druck. Während in Berlin erneut über die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne diskutiert wird, warnt ein Sozialwissenschaftler vor falschen Versprechen und sieht die Lösung ganz woanders.
Seit Jahren verspricht die Politik mehr bezahlbaren Wohnraum, doch eine spürbare Entspannung bleibt aus. Stattdessen wächst vor allem bei jüngeren Menschen die Sorge, sich eine Wohnung oder gar ein Eigenheim künftig nicht mehr leisten zu können. Für den Sozialwissenschaftler Sebastian Kurtenbach hat das weitreichende Folgen: Die Wohnkrise fördere Zukunftspessimismus, schwäche das Vertrauen in demokratische Institutionen und könne populistische Kräfte stärken.
Im Streit um die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne in Berlin äußert sich Kurtenbach skeptisch. Die Maßnahme schaffe keinen zusätzlichen Wohnraum, argumentiert er. Auch t-online-Chefredakteur Florian Harms kritisiert die Berliner Wohnungspolitik deutlich. Doch welche Alternativen gibt es, wenn weder strengere Mietregeln noch der Markt allein die Krise lösen können?
Doch wie lässt sich die Wohnkrise überhaupt lösen? Was Sebastian Kurtenbach für den entscheidenden Ansatz hält, warum er dabei vor allem die Kommunen in der Verantwortung sieht und weshalb eine schnelle Entspannung nicht zu erwarten ist, darüber diskutiert er mit Florian Harms in der neuen Folge von „Tagesanbruch – Die Diskussion“.
Hören Sie hier die neue Podcastfolge.
Zum Weiterhören: Wie viel können Kommunen überhaupt noch bewegen? Darüber spricht Florian Harms im Podcast „VORANGEDACHT“ mit Heidenheims Oberbürgermeister Michael Salomo. Hier geht es zur Folge.
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