Sohn von Thai-König
„Bettlägerig sein oder sterben“
Aktualisiert am 19.09.2026 – 04:18 UhrLesedauer: 2 Min.
In Chakriwat Vivacharawongse fließt royales Blut. Doch der Sohn von Rama X. bekommt trotz schwerer Krankheit keine Unterstützung vom Palast in Bangkok.
Er ist ein Sohn des thailändischen Königs Maha Vajiralongkorn (Rama X.), doch Chakriwat Vivacharawongse wurde vor vielen Jahren von seinem Vater verstoßen. Der Arzt leidet unter Neurofibromatosis Type II, bei der es zu Tumorbildungen an Nervenschalen kommt. Am Samstag meldete sich der dritte Sohn von Rama X. auf Facebook aus einem Krankenhaus in Kuala Lumpur in Malaysia.
„Meine Gesundheit hat sich drastisch verschlechtert“, schrieb er auf Facebook, „ich werde entweder bettlägerig oder gar sterben“. Das sei eine Einschätzung von drei Neurologen, die er befragt habe. Er benötige dringend eine Operation am Gehirn.
Doch vom Palast in Bangkok wird keine Unterstützung kommen. Vivacharawongse selbst gab an, seit Jahren keinen Kontakt mehr zur königlichen Familie zu haben. Er bekomme auch nichts von Spenden, die unter seinem Namen in Thailand gesammelt werden, schrieb er, und verurteilte solche illegalen Spendenaufrufe. Aufgeben will er nicht. „Ich versuche jeden Tag, dass es mir besser geht“, schrieb er.
Flucht in die USA und versuchte Rückkehr nach Thailand
Chakriwat Vivacharawongse wurde 1983 als Kind des damaligen Kronprinzen und seiner Mätresse Sujarinee Vivacharawongse geboren. Auch sie wurde vom heutigen König verstoßen und lebt heute in den USA. Als Chakriwat zusammen mit seinen älteren Brüdern und seiner Mutter verstoßen wurde, reiste die Familie zunächst nach Großbritannien und dann ins Exil in die USA. Seine Schwester Sirivannavari blieb in Großbritannien, wurde von dort aber von ihrem Vater unter ungeklärten Umständen zurück nach Thailand geholt und wird nach wie vor als Mitglied der königlichen Familie geführt.
Vor drei Jahren kehrte Chakriwat mit seinem Bruder Vacharaesorn nach Thailand zurück. Sie besuchten das Krankenhaus, in dem König Bhumibol gestorben war. Am 24. Juni 2025 wurde Chakriwat aber ausgewiesen.














