Juli 24, 2026 7:10 p.m. CEST

Wahl in Sachsen-Anhalt

Söder glaubt nicht an absolute AfD-Mehrheit

24.07.2026 – 16:10 UhrLesedauer: 1 Min.

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, hält laut eigener Aussage nichts von Beschlüssen zur Ausgrenzung demokratisch gewählter Kräfte. (Archivbild) (Quelle: Sven Hoppe/dpa/dpa-bilder)

In Umfragen kommt die AfD in Sachsen-Anhalt auf 41 Prozent. Bayerns CSU-Chef Söder warnt dennoch vor einer Ausgrenzung der Partei.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich gegen Strategien ausgesprochen, demokratisch gewählte Parteien politisch auszugrenzen. Im Interview mit dem Radiosender Antenne Bayern und den Bayerischen Lokalradios (BLR) sagte Söder, von entsprechenden Ideen oder Beschlüssen halte er nichts.

Für den Fall einer absoluten AfD-Mehrheit verwies Söder auf geltendes Recht: „Wenn sie eine absolute Mehrheit hätten, was ich nicht glaube, dann gelten die Verfassungsprinzipien. An die wird sich jeder halten müssen.“ Eine solche Mehrheit hält er für unwahrscheinlich.

Söder: „Ich glaube nicht, dass das passiert.

Söder fügte hinzu: „Wir können nicht das hohe Lied der Demokratie singen und gleichzeitig quasi demokratische Prinzipien verneinen, das wird nicht gehen. Ich glaube aber nicht, dass das passiert.“

In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. Laut einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag von „Focus Online“ kommt die AfD mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund auf 41 Prozent. Die CDU folgt mit 24 Prozent, die Linke liegt bei 14 Prozent. Die SPD kommt der Umfrage zufolge auf 5 Prozent und müsste damit um den Einzug in den Landtag bangen.

Grüne, FDP und BSW liegen laut Insa mit je 4 Prozent unter der Fünf-Prozent-Hürde. Nach diesen Zahlen hätte die amtierende Koalition aus CDU, SPD und FDP keine Mehrheit mehr.

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