Juli 24, 2026 12:03 p.m. CEST

Umbau im Kabinett

Merz will Hamburgerin in mächtiges CDU-Amt holen

24.07.2026 – 08:42 UhrLesedauer: 2 Min.

Franziska Hoppermann (l.) neben Kanzler Friedrich Merz (Archivbild): Die Hamburgerin steht vor einem Aufstieg innerhalb der CDU. (Quelle: IMAGO / dts Nachrichtenagentur)

Franziska Hoppermann soll künftig die Geschäfte der Bundes-CDU führen. Für die Hamburger Bundestagsabgeordnete wäre es der bisher größte Karrieresprung.

Die Hamburger Bundestagsabgeordnete Franziska Hoppermann steht vor einem steilen Aufstieg in der CDU. Bundeskanzler und Parteichef Friedrich Merz will die bisherige Bundesschatzmeisterin offenbar zur neuen Generalsekretärin machen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen.

Hoppermann soll demnach Carsten Linnemann ablösen, der als neuer Gesundheitsminister vorgesehen ist. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus. Merz will seine Personalentscheidungen am Freitagvormittag in Berlin bekannt geben.

Als Generalsekretärin würde Hoppermann künftig die Geschäfte im Berliner Konrad-Adenauer-Haus führen und die Partei gemeinsam mit Merz nach außen vertreten. Viel Zeit zur Einarbeitung bliebe ihr nicht: Bereits im September stehen drei Landtagswahlen an.

Hoppermann begann ihre Karriere in Wandsbek

Die 44-Jährige wurde in Hamburg geboren und machte ihr Abitur am katholischen Sankt-Ansgar-Gymnasium. Anschließend studierte sie Betriebswirtschaftslehre an der Universität Hamburg. Von 2009 bis 2021 arbeitete Hoppermann im höheren Verwaltungsdienst der Stadt. Zuletzt war sie Senatsdirektorin in der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz.

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Ihre politische Karriere begann in Wandsbek. Hoppermann trat 1998 in die Junge Union und ein Jahr später in die CDU ein. Von 2004 bis 2021 gehörte sie der Bezirksversammlung Wandsbek an. In ihren letzten beiden Jahren führte sie dort die CDU-Fraktion.

Seit 2017 ist Hoppermann Landesvorsitzende der Frauen Union Hamburg und Mitglied im Landesvorstand der Hamburger CDU. Dem Bundestag gehört sie seit 2021 an. Dort sitzt sie im Haushaltsausschuss sowie im Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung.

Erst im Frühjahr 2025 hatte Merz sie zur Bundesschatzmeisterin der CDU gemacht. Hoppermann folgte damals auf Julia Klöckner und übernahm die Verantwortung für die Finanzen der Partei. Seit 2022 gehört sie bereits dem CDU-Bundesvorstand an.

Spahn-Rücktritt löst große Rochade aus

Ausgelöst wurde der Personalumbau durch den Rücktritt von Jens Spahn als Vorsitzender der Unionsfraktion. Kanzleramtschef Thorsten Frei soll Spahns Nachfolger werden. Gesundheitsministerin Nina Warken ist wiederum als neue Kanzleramtschefin vorgesehen. Auch Verkehrsminister Patrick Schnieder soll ausgetauscht werden.

Neben Hoppermann soll auch Philipp Amthor einen neuen Posten erhalten. Der bisherige Parlamentarische Staatssekretär im Digitalministerium soll Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen im Kanzleramt werden.

Mit Hoppermann und Warken würde Merz zugleich mehr Frauen in zentrale Führungspositionen holen. Der CDU-Chef hatte zuletzt eingeräumt, dass es beim Frauenanteil in der Partei weiterhin „Luft nach oben“ gebe.

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