Der Maggi-Brühwürfel hat den Maler Picasso inspiriert: Er verewigte ihn 1912 in seinem Werk „Paysage aux affiches“. Joseph Beuys verwendete die Maggi-Flasche 1972 für sein Objekt „Ich kenne kein Weekend“. Die Flasche mit dem gelb-roten Etikett hat Maggi selbst entworfen. An dem Design hat sich in gut 130 Jahren wenig geändert.
Auch am Rezept nicht, das heute je nach Absatzmarkt ein bisschen angepasst wird. Grundbestandteile sind pflanzliches Eiweiß, Wasser, Salz und Zucker, dazu kommen Aromen und Hefeextrakte. Viele Menschen fühlen sich an das Würzkraut Liebstöckel erinnert, das kurioserweise heute auch Maggi-Kraut heißt. Es gehört aber nicht zu den Zutaten.
Die genaue Zusammensetzung und Herstellung sind Betriebsgeheimnis. Schon Maggi hütete das Rezept aus Angst vor Industriespionage in einem Tresor. Nestlé hat ein Originaldokument dazu in Maggis Handschrift. Um Abwerbungen seiner Mitarbeiter und damit womöglich die Preisgabe seiner Verfahren zu verhindern, umsorgte Maggi die Mitarbeiter: Er richtete zum Beispiel eine betriebsinterne Kranken- und Vorsorgekasse ein und baute Arbeitersiedlungen.
Maggi starb 1912 mit 66 Jahren. Er hatte vier Töchter und einen Sohn. Ob noch direkte Nachfahren von Julius Maggi leben, weiß Nestlé nicht.














