Tierliebe in Zahlen
So viel geben die Deutschen für ihre Haustiere aus
24.08.2025 – 10:50 UhrLesedauer: 3 Min.
Die Deutschen stehen europaweit an der Spitze, wenn es um die Leidenschaft für Katzen geht. Dabei fließen beachtliche Summen für die geliebten Haustiere.
Team Katze oder Hund? Hier scheiden sich häufig die Geister. Die einen finden Katzen eigensinnig und unberechenbar, die anderen schätzen genau diese Eigenschaften an den Stubentigern. Wenn es nach den Zahlen geht, haben Katzen in Deutschland klar die Oberhand. Und im Europavergleich erst recht. Kein anderes europäisches Land beherbergt so viele Katzen in seinen Haushalten. Bei Hunden übertrumpft nur das Vereinigte Königreich Deutschland, das geht aus einer Auswertung von Daten aus dem Jahr 2023 des Datenanbieters Statista hervor.
Die Deutschen haben also einen klaren Favoriten. Aber wie sieht es in den anderen Ländern aus? Und wie viel Geld geben Besitzer jährlich für ihre Lieblinge aus?
Generell kann festgehalten werden: Katzen und Hunde werden immer beliebter in Deutschland. Die Zahlen der in deutschen Haushalten lebenden Hunde und Katzen sind in den vergangenen 24 Jahren enorm gestiegen, wie aus der Analyse hervorgeht. Im Jahr 2000 lebten 6,8 Millionen Katzen und 5 Millionen Hunde in Deutschland, damit haben sich die Zahlen bis 2024 mehr als verdoppelt. Ein überraschender Trend: Die Zahl der Ziervögel und Aquarien ist – zwar nicht stetig – aber vor allem in den vergangenen Jahren deutlich gesunken im Vergleich zum Beginn der 2000er-Jahre.
Zurück zu Europas Lieblingshaustieren: Im Ländervergleich zeigt sich, dass nicht nur in Deutschland eine der beiden Haustierarten deutlich dominiert. In Frankreich etwa leben knapp, in Österreich mehr als doppelt so viele Katzen wie Hunde. In der Türkei und der Schweiz gibt es sogar dreimal so viele Katzen wie Hunde.
Auch wenn sowohl in Deutschland als auch insgesamt in Europa deutlich mehr Katzen als Hunde leben, gibt es einige Länder, in denen Hunde der Anzahl nach beliebter sind. So etwa Spanien, Polen, Portugal, Ungarn und Tschechien.
Allerdings: Hierbei handelt es sich um absolute Zahlen. Das heißt, Länder mit einer größeren Einwohnerzahl – wie etwa Deutschland – haben in der Regel auch mehr Haustiere. Ein Blick auf die Anzahl der Katzen pro 1.000 Einwohner verrät, dass Deutschland hier nur auf dem zehnten Platz liegt. Stattdessen führen Belgien, Ungarn und Litauen das Ranking an. Bei den Hunden steht Deutschland sogar erst an 16. Stelle. Ungarn, Portugal und Polen sind Spitzenreiter.
Im europaweiten Vergleich ist Deutschland das zweitumsatzstärkste Land auf dem Markt für Heimtierbedarf. 2023 haben die Deutschen laut Statista 7,09 Milliarden Euro für ihre Haustiere ausgegeben. Das meiste Geld in der Kategorie Fertignahrung wird laut dem Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e. V. mit großem Abstand für Katzen-Feuchtfutter ausgegeben. Keine Überraschung, wenn man bedenkt, dass es in Deutschland deutlich mehr Katzen als Hunde und Kleintiere gibt.
In der Auswertung nicht berücksichtigt sind Tierarztkosten. Diese sind jedoch beachtlich. Laut einer Befragung aus dem Jahr 2022 geben rund 40 Prozent der Deutschen mehr als 100 Euro pro Jahr bei Tierarztbesuchen aus. Wer für seine Katze oder seinen Hund eine Notfallbehandlung in Anspruch nehmen muss oder ein chronisch krankes Tier besitzt, muss allerdings mit deutlich höheren Kosten rechnen, die sich nicht selten bis in den vierstelligen Bereich bewegen.













