„Während andere im hohen Alter Sudoku lösen, löst Hallervorden lieber die Republik auf“, kritisiert Hans Hirschmüller. „‚Ich koste die Meinungsfreiheit voll aus‘, verkündet er, als wäre Paragraf fünf des Grundgesetzes ein All-you-can-eat-Buffet. Und wenn der Sohn vorsichtig flüstert: ‚Papa, ein bisschen leiser vielleicht?‘, knurrt Papa zurück: ‚Ich benutze meinen Denkapparat intensiver als die anderen‘. Aha … Man fragt sich, ob das Ding inzwischen nicht mehr rattert wie ein alter Diaprojektor, der permanent Dias von 1975 einzieht.“
Und weiter spottet der t-online-Leser: „Nun also die große Bühne: Demo mit Wagenknecht. ‚Stoppt den Völkermord‘ heißt es da – und Hallervorden steht stolz in erster Reihe, als wäre er nicht Kabarettist, sondern Moses persönlich – mit Tafel, aber ohne Pointe. Fazit: Hallervorden zeigt Flagge. Nur blöd, wenn man bei näherem Hinsehen merkt: Es ist die weiße Fahne der alten Eitelkeit.“
Peter Schierenbeck, der den Entertainer 1970 in Bonn auf der Bühne erlebte, findet positivere Worte: „Wenn ich überhaupt einen Comedian bewundere und ihm gern folge, zuhöre und zusehe, dann ist es Didi. Dieser Mann ist so ungeheuer wandelbar in den Figuren, die er spielt, und dabei voller Witz, geistiger Schärfe und Charme. Über seine politischen Eskapaden sehe ich einfach hinweg, diese waren nicht immer nach meinem Geschmack. Er ist ein großartiger Zeitgenosse meines Lebens und ich wünsche ihm von Herzen alles Gute.“















