Neuer Kampfjet der Bundeswehr
Das macht die F‑35 so gefährlich
Aktualisiert am 17.09.2026 – 13:39 UhrLesedauer: 4 Min.

Kaum sichtbar für Radar, mit hoch entwickelter Sensorik ausgestattet und für Atomwaffen geeignet: Die Bundeswehr bekommt die F‑35. Ihre größte Stärke ist ihre Vielseitigkeit.
20 Sekunden dauert das von Lockheed Martin beim Kurznachrichtendienst X veröffentlichte Video, das einen wichtigen Moment für die deutsche Luftwaffe dokumentiert: Die erste F‑35A Lightning II der Bundeswehr hebt zu einem Probeflug ab. Vorerst bleibt der neue Kampfjet in den Vereinigten Staaten. Doch bald schon soll die F‑35 in Deutschland den Tornado ersetzen – und der Luftwaffe nicht nur in Sachen Geschwindigkeit und Bewaffnung neue Fähigkeiten verleihen.
Deutschland hat 35 Maschinen des US-Herstellers Lockheed Martin bestellt. Die ersten acht deutschen F‑35 bleiben zunächst in den Vereinigten Staaten, damit dort Piloten und Techniker ausgebildet werden können. Ab 2027 sollen die ersten Jets auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel stationiert werden.
Aber wie stark ist die F‑35 wirklich?

Die F‑35 gehört zur sogenannten fünften Generation von Kampfflugzeugen. Entscheidend sind dabei nicht allein Geschwindigkeit, Wendigkeit und Waffenlast. Die Stärke des Mehrzweck-Kampfjets liegt vor allem darin, dass er schwer zu orten ist, große Mengen an Informationen sammeln und diese zu einem möglichst vollständigen Lagebild zusammenführen kann.
Das Kampfflugzeug ist das Ergebnis eines multinationalen Entwicklungsprogramms, das von den Vereinigten Staaten, Großbritannien, den Niederlanden, Australien, Dänemark, Norwegen, der Türkei, Italien, Kanada und anderen Ländern finanziert wird. Es wurde entwickelt, um eine Vielzahl von Aufgaben zu bewältigen.
Das sind die Besonderheiten der F‑35:
Stealth-Technologie: Die F‑35 verfügt über fortschrittliche Stealth-Eigenschaften, die ihre Radarsignatur verringern und es feindlichen Radarsystemen schwieriger machen, sie zu erfassen. Dies soll dem Flugzeug ermöglichen, unbemerkt in feindlichen Luftraum einzudringen und Überraschungsangriffe durchzuführen.
Sensoren und Avionik: Die F‑35 verfügt über moderne Sensoren und Avionik, die dem Piloten ein umfassendes Situationsbewusstsein ermöglichen. Dies beinhaltet eine leistungsstarke Radar- und Sensorfusion, mit der Informationen aus verschiedenen Informationsquellen integriert werden, um ein genaues Lagebild zu erstellen.
Vielseitigkeit: Die F‑35 wurde als Mehrzweckkampfflugzeug konzipiert und kann eine Vielzahl von Missionen durchführen. Es ist in der Lage, Luftüberlegenheit zu erlangen, Bodenziele präzise anzugreifen, Aufklärungseinsätze durchzuführen und elektronische Kriegsführung zu betreiben.
Manövrierfähigkeit: Obwohl die F‑35 nicht, wie einige andere Kampfflugzeuge, für extreme Luftkämpfe ausgelegt ist, soll sie dennoch über eine gute Manövrierfähigkeit verfügen. Sie kann hohe Geschwindigkeiten erreichen und ist wendig.
Die F‑35 ist ein Mehrzweckkampfflugzeug, das in drei Hauptvarianten erhältlich ist: F‑35A für konventionelle Start- und Landeoperationen, F‑35B für senkrechte Starts und Landungen und F‑35C für den Einsatz auf Flugzeugträgern. Alle Varianten können darüber hinaus mit den modernsten gelenkten Luft-Boden- und Luft-Luft-Raketen bestückt werden.















