Betriebliche Altersvorsorge
Mit einer Direktversicherung lassen Sie Ihren Chef für sich sparen
Aktualisiert am 20.09.2025 – 08:02 UhrLesedauer: 4 Min.
Arbeiten Sie als Angestellter, können Sie Ihren Chef für Ihre Altersvorsorge sparen lassen – etwa mit einer Direktversicherung. Wie sie funktioniert.
Wenn Sie fürs Alter vorsorgen, muss es nicht unbedingt eine Renten- oder Lebensversicherung sein, die Sie privat abschließen. Sie können auch über Ihren Arbeitgeber eine Versicherung abschließen.
Das Konzept der sogenannten betrieblichen Altersvorsorge bietet einige Vorteile. Der Klassiker unter den Betriebsrenten ist die Direktversicherung. t-online erklärt Ihnen, wie diese genau funktioniert, wie hoch die Kosten für die Versicherung sind – und für wen sich diese Versicherung lohnen kann.
Die Direktversicherung gilt als Klassiker der betrieblichen Altersvorsorge. Dabei handelt es sich um eine Lebens- oder Rentenversicherung, die Ihr Arbeitgeber für viele Arbeitnehmer gleichzeitig abschließt. Deshalb sind die Konditionen meist auch deutlich günstiger, als wenn Sie diese Versicherung selbst abschlössen.
Bei der Direktversicherung unterscheidet man zwei Fälle – eine klassische Lebensversicherung und eine fondsgebundene Rentenversicherung. Im ersten Fall ist der Ertrag, Rendite genannt, nicht sonderlich hoch. Denn der sogenannte Garantiezins ist sehr niedrig.
Im zweiten Fall ist die Rendite höher, da hier der Aktienmarkt eine Rolle spielt. Allerdings ist bei der Direktversicherung auf Fondsbasis auch das Risiko höher als bei der klassischen Variante.
Die beiden Varianten funktionieren aber in der Praxis gleich: Meist sucht der Arbeitgeber einen Vertrag für die Mitarbeiter aus, die betrieblich vorsorgen möchten. Nun überweist Ihr Arbeitgeber in der Regel einen Teil Ihres Gehaltes an die Versicherung. Man spricht in diesem Fall auch von einer Entgeltumwandlung. Wann sie sich lohnt, lesen Sie hier.
Zusätzlich zu der Entgeltumwandlung gibt der Arbeitgeber einen Teil dazu. Der Clou dabei: Für alle Neuverträge seit 2019 ist der Arbeitgeberzuschuss verpflichtend. Wenn Sie über die Entgeltumwandlung Geld in die Betriebsrente einzahlen, muss Ihr Arbeitgeber 15 Prozent dazuzahlen, wenn er dadurch Sozialversicherungsbeiträge spart. Seit 2022 greift diese Regel auch für bestehende Verträge.
Bei der Steuer auf die Beiträge in die Direktversicherung gelten Höchstgrenzen. Sie richten sich nach der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung. Bis zu acht Prozent des Grenzbetrags sind steuerfrei.















