Ende August
Fast totale Mondfinsternis über Frankfurt – so ist sie zu sehen
Aktualisiert am 27.08.2026 – 05:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Am frühen Morgen des 28. August bietet sich über Frankfurt ein seltenes Himmelsschauspiel. Der Mond verschwindet zu 94 Prozent im Kernschatten der Erde.
Frankfurter Frühaufsteher können am Freitag (28. August) eine ungewöhnlich starke partielle Mondfinsternis beobachten. Nur 16 Tage nach der Sonnenfinsternis wandert der Vollmond durch den Kernschatten der Erde. Zum Höhepunkt der Finsternis sind 94 Prozent seines scheinbaren Durchmessers verdunkelt – damit fehlt nicht viel zu einer totalen Mondfinsternis.
Die ersten Veränderungen beginnen bereits um 3.23 Uhr. Dann tritt der Mond in den Halbschatten der Erde ein. Diese Phase ist mit bloßem Auge allerdings nur schwer zu erkennen.
Deutlich sichtbar wird das Himmelsschauspiel ab 4.33 Uhr: Dann erreicht der Kernschatten die Mondscheibe und die eigentliche partielle Finsternis beginnt. Der verdunkelte Teil des Mondes kann dabei rötlich erscheinen.
Mondfinsternis über Frankfurt: Maximum kurz nach 6 Uhr
Ihren Höhepunkt erreicht die Finsternis gegen 6.12 Uhr. Dann befinden sich 94 Prozent des scheinbaren Monddurchmessers im Kernschatten der Erde. Es handelt sich damit beinahe um eine totale Mondfinsternis.

Für Beobachter in Frankfurt kommt das Maximum allerdings kurz vor knapp. Zu diesem Zeitpunkt steht der Mond nur noch rund 3,5 Grad über dem Horizont im Westsüdwesten. Um 6.41 Uhr geht er schließlich unter. Das Ende der partiellen Finsternis um 7.51 Uhr ist von Frankfurt aus deshalb nicht mehr zu sehen.
Von Beginn der partiellen Phase bis zum Monduntergang bleiben in Frankfurt damit gut zwei Stunden Zeit. Wer das Maximum sehen möchte, hat danach noch knapp eine halbe Stunde, bevor der Mond unter dem Horizont verschwindet.
Freie Sicht nach Westsüdwesten wichtig
Gerade während der stärksten Verdunkelung kann die geringe Höhe über dem Horizont die Beobachtung erschweren. Häuser, Bäume oder Dunst können den Blick auf den Mond versperren. Sinnvoll ist deshalb ein möglichst hoch gelegener oder unverbauter Standort mit freier Sicht nach Westsüdwesten.
Eine besonders dunkle Umgebung ist für die Beobachtung dagegen nicht zwingend erforderlich. Anders als bei einer Sonnenfinsternis braucht es zudem keine Schutzbrille: Eine Mondfinsternis lässt sich gefahrlos mit bloßem Auge verfolgen. Auch Ferngläser oder Teleskope können ohne spezielle Filter verwendet werden.
Entscheidend dürfte am Ende vor allem das Wetter sein. Ob Wolken oder Dunst den Blick auf die Mondfinsternis über Frankfurt verhindern, lässt sich erst kurzfristig verlässlich abschätzen.













