Ohne Automaten
Wie Sie bei Rossmann und Dm Geld für leere Flaschen bekommen
Aktualisiert am 26.08.2026 – 13:14 UhrLesedauer: 2 Min.

Rossmann und Dm verkaufen Dosen und Flaschen mit Pfandlogo – doch Automaten fehlen meist. Wie bekommen Sie dennoch Ihr Geld?
In Deutschland müssen Händler, die Einweggetränke mit dem Pfandlogo verkaufen, diese entleert auch wieder zurücknehmen. Das schreibt das Verpackungsgesetz (VerpG) vor. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie die Marke selbst verkaufen oder nicht. Doch besteht diese Pflicht auch für Drogeriemärkte? Schließlich verkaufen sie ebenfalls Getränkedosen und -flaschen, für die Pfand fällig wird. Einen Pfandautomaten finden Kunden in den Filialen jedoch nicht.
Tatsächlich nehmen Händler wie Rossmann und Dm auch Einweggetränke mit dem Pfandlogo zurück. Das bestätigen sowohl Rossmann als auch Dm auf Nachfrage von t-online.
„Wie alle anderen Händler, die Einwegpfandverpackungen verkaufen, sind wir verpflichtet, alle Einwegpfandverpackungen der Materialien und Formen (z. B. Kunststoffflaschen, Glasflaschen, Dosen) zurückzunehmen, die wir selbst im Sortiment haben“, erklärt Rossmann. Dass Kunden die entleerten Pfandflaschen und -dosen direkt an der Kasse zurückgeben können, sei „langjährig gelebt und unserer Kundschaft und unseren Mitarbeitenden entsprechend bekannt.“
Aber wird diese Praxis weiterhin bestehen? Schließlich hatte Rossmann in Polen angekündigt, pfandpflichtige Getränke aus dem Sortiment zu nehmen, um die mit dem dortigen Pfandsystem verbundene Rücknahmepflicht zu umgehen. Das verneinte das Presseteam. „Vergleichbare Schritte zu denen unserer polnischen Kollegen sind in Deutschland derzeit nicht geplant.“
Auch bei Dm können Kunden ihre Einwegpfandflaschen und -dosen mit eindeutig erkennbarem DPG-Pfandzeichen in den Märkten abgeben, bestätigt Alexandra Kroll, Verantwortliche Entsorgungslogistik bei Dm-Drogeriemarkt, auf Nachfrage von t-online. „Unsere Dm-Teams sind hierzu informiert und nehmen Einwegpfand unabhängig davon an, wo es gekauft wurde, sofern die Voraussetzung der Pfandkennzeichnung erfüllt ist.“
Über die Rückgabemöglichkeiten könnten sich Kunden zum einen auf der Internetseite der Drogeriekette informieren, zum anderen gibt es laut Kroll entsprechende Hinweise an den Regalen. Die Unternehmenssprecherin erklärt zudem, dass in einigen Dm-Märkten, in denen „besonders hohe Mengen an Einwegpfand anfallen“, auch Pfandautomaten zum Einsatz kommen. Es sei allerdings nicht geplant, alle Dm-Märkte mit Pfandautomaten auszustatten, „da dies auf der begrenzten Fläche unserer Dm-Märkte nur schwer umsetzbar ist.“














