Rosensittiche: farbenfrohe Stadtbewohner
Ursprünglich sind Ringelsittiche in afrikanischen und asiatischen Savannen und Bergwäldern beheimatet. Doch in vielen deutschen Großstädten sind die leuchtend grünen Sittiche längst ein vertrauter Anblick. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) schätzt, dass hier bis zu 7.500 Brutpaare leben könnten. Es wird angenommen, dass die Vögel ursprünglich als entkommene oder ausgesetzte Haustiere nach Europa kamen. In Deutschland brütende Halsbandsittiche wurden erstmals 1969 in Köln beobachtet.
Flamingos: rosa Kolonie
Die meisten Menschen assoziieren Flamingos eher mit Salzseen in Afrika oder Feuchtgebieten in Südeuropa als mit Deutschland. Allerdings brüten die rosafarbenen Wasservögel bereits seit den 1980er Jahren im Naturschutzgebiet Zwillbrocker Venn im Münsterland nahe der niederländischen Grenze. Die Kolonie gilt als die nördlichste brütende Flamingokolonie der Welt. Die Paarungs- und Brutzeit im Frühling ist die beste Zeit, um die mehr als 50 Vögel zu beobachten. Experten gehen davon aus, dass die ersten Flamingos entkamen oder von Privatpersonen freigelassen wurden.
