Viele machen diesen Fehler
Warum zwei Ibuprofen-Tabletten keine gute Idee sind
Aktualisiert am 20.10.2026 – 14:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Viele Menschen greifen bei Schmerzen schnell zu Ibuprofen. Doch wer die Dosis eigenständig erhöht, riskiert gesundheitliche Folgen.
Kopf-, Zahn- oder Rückenschmerzen? Oft hilft eine Tablette Ibuprofen mit 400 Milligramm Wirkstoff. Doch was passiert, wenn diese Menge nicht ausreicht? Manche nehmen dann einfach zwei Tabletten gleichzeitig ein. Das wirkt zunächst logisch, ist aber keine gute Idee.
Gut zu wissen
Ibuprofen gehört zu den sogenannten nicht-steroidalen Antirheumatika. Das sind Schmerzmittel, die Entzündungen hemmen und Schmerzen lindern. In niedriger Dosierung erhalten Patienten das Medikament rezeptfrei in der Apotheke. Höhere Dosierungen wie 800 Milligramm gibt es nur auf Rezept.
- Ibuprofen: Das passiert, wenn Sie es jeden Tag nehmen
Zwei Tabletten ersetzen keine ärztliche Verordnung
„Der Wirkstoff in einer 800-Milligramm-Ibuprofen-Tablette wirkt genauso schmerzlindernd wie zwei 400-Milligramm-Tabletten“, sagt Ursula Funke, Vizepräsidentin der Bundesapothekerkammer. Rein rechnerisch ergibt sich also derselbe Effekt.
Dennoch dürfen Patienten daraus keine falschen Schlüsse ziehen. Ärzte verschreiben höhere Dosierungen gezielt und unter Kontrolle. Wer stattdessen eigenständig zwei Tabletten gleichzeitig einnimmt, umgeht diese medizinische Einschätzung. Genau davor warnen Fachleute ausdrücklich.
Der Grund liegt in den möglichen Nebenwirkungen. Ibuprofen kann bei höheren Mengen die Nieren belasten. Die Nieren filtern das Blut und regulieren den Flüssigkeitshaushalt im Körper. Wenn sie geschädigt werden, kann das langfristige Folgen haben. Auch die Leber, die viele Stoffe im Körper abbaut, reagiert empfindlich auf Schmerzmittel.
Wie viel Ibuprofen ist erlaubt?
Rezeptfreie Schmerzmittel eignen sich nur für leichte bis mittelstarke Beschwerden. Zudem sollten Betroffene sie nur kurzfristig einsetzen. Wer Ibuprofen mit 400 Milligramm verwendet, sollte laut Empfehlung nicht mehr als drei Tabletten pro Tag einnehmen. Diese Menge verteilt man am besten über 24 Stunden.
Eine höhere Dosis bedeutet nicht automatisch eine bessere oder sicherere Wirkung. Im Gegenteil: Mit steigender Menge wächst auch das Risiko für Nebenwirkungen. Dazu zählen neben Nieren- und Leberschäden auch Magenprobleme wie Schmerzen oder Blutungen.
Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten
Halten Schmerzen länger an oder treten diese immer wieder auf, sollten Betroffene nicht selbstständig die Dosis erhöhen. Stattdessen empfiehlt sich der Gang in die Arztpraxis oder in die Apotheke. Fachpersonal klärt dann die Ursache der Beschwerden und entscheidet über die passende Behandlung.
Das gilt besonders, wenn die Schmerzmittel regelmäßig benötigt werden. Denn dann steckt oft mehr dahinter als ein akutes Problem.
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