Sonne tanken im Herbst
Welche Kanareninsel ist die Richtige für mich?
26.09.2025Lesedauer: 4 Min.
Sie zählen zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen, besonders im Herbst und Winter, wenn es bei uns kalt wird. Das liegt auch daran, dass auf den Kanaren für jeden Urlaubstyp etwas dabei ist.
Milde Temperaturen, Sonnenschein, Natur, der Atlantik: Das versprechen die Kanaren – und zwar ganzjährig. Kein Wunder, dass vor allem im Herbst und im Winter viele Urlauber der deutschen Kälte auf die spanische Inselgruppe vor der Küste Afrikas entfliehen.
Dabei sind die Eilande trotz ihrer geografischen Nähe jede für sich einzigartig: Mondlandschaften aus Lava auf Lanzarote, wüstenähnliche Dünen auf Gran Canaria und Fuerteventura, satte Natur und ein alpenhoher Gipfel auf Teneriffa.
Und so stellt sich nicht nur für Kanaren-Einsteiger die Frage: Welche ist die Richtige für mich? Ist es einer der vier großen Klassiker, oder doch eine der weniger frequentierten Inseln? Eine kleine Entscheidungshilfe.
- Woher kommt eigentlich der Name Kanarische Inseln?
- Kennen Sie diese elf Naturpools auf den Kanarischen Inseln?
Fuerteventura: Traumstrände und karge Landschaften
Wer auf der Fernstraße FV-2 vom Flughafen im Nordosten gen Süden über die langgezogene Insel fährt, fragt sich: Wo ist das Leben? Die Landschaft ist karg und felsig, Bäume sieht man kaum, ein Panorama aus grauen und gelben Tönen. Dann aber kommt man in Orten wie Costa Calma oder Morro Jable an und sieht das Pfund Fuerteventuras: die Strände. Und man spürt Wind: In den Buchten von Jandia tummeln sich Kiteboarder und Windsurferinnen.
Im Norden indes geht man in den Dünen von Corralejo durch schier endlose Sandberge zum Meer hin. Ruhiger ist es an der Westküste, hier ist das Meer aber auch deutlich schroffer und Baden mitunter lebensgefährlich.
Das Richtige für: Familien, die Strandurlaub machen wollen, Surfer und Ruhesuchende. Sie alle sind auf Fuerteventura richtig.
Für diese Geschichte haben wir verschiedene große Reiseveranstalter gefragt, wie sie die Kanareninseln charakterisieren würden. Bei Gran Canaria fiel gleich mehrfach die Bezeichnung „Minikontinent“.
Dünenstrände in Maspalomas, Partynächte an der Playa del Inglés und ursprüngliche Bergdörfer wie Teror und Artenara: All das findet man hier, zählt ein Sprecher von Tui Deutschland auf.
Deutsche Urlauber reisen demnach bevorzugt in den Süden und kämen meist nur für Ausflüge in den Norden, wo die Inselhauptstadt Las Palmas liegt. In der Inselmitte tummeln sich fast drei Dutzend Naturschutzgebiete.
Das Richtige für: Strand, Party und Natur gesucht? Für diese Mischung ist man auf Gran Canaria gut aufgehoben. Der Tui-Sprecher empfiehlt die Insel explizit auch für die LGBTQ+-Community: Mitte November und Anfang Mai finden in Maspalomas große Pride-Events statt.
Sie ist kleiner als das Saarland, aber im Ensemble der Kanaren-Inseln die größte und bevölkerungsreichste: Teneriffa hat auf seinen gut 2000 Quadratkilometern von subtropischen Nebelwäldern bis zu kargen Wüsten alles zu bieten. Und sie hat den Teide.
Mit 3.715 Metern ist der Vulkan höher als die meisten Alpengipfel und der höchste Berg Spaniens. Rund um den Fixpunkt in der Inselmitte, auf den eine Seilbahn bis knapp unter dem Gipfel fährt, erstreckt sich auch der gleichnamige Nationalpark mit zahlreichen Wanderwegen.















