ARD-Show nach 31 Jahren abgesetzt
Stefan Mross‘ letzte Worte bei „Immer wieder sonntags“
06.09.2026 – 12:04 UhrLesedauer: 3 Min.

Zwischen Applaus und Abschiedstränen: Nach 31 Jahren auf Sendung lief nun die letzte Folge von „Immer wieder sonntags“.
Es ist der 19. Juni 2005. Stefan Mross ist Ende 20 und zum ersten Mal betritt er die Bühne des Europa-Parks in Rust nicht als Gast, sondern als Moderator von „Immer wieder sonntags“. Der Musiker kommt nicht allein. Im Schlepptau: eine Ziege namens Nelly. „Die hilft mir heute ein bisschen und ist auch mein Glücksbringer. Also, Nelly, gell, wir sind ein bisschen nervös“, sagte er damals.

Heute, am 6. September 2026, erinnert er sich genau daran zurück. „Mir ging die Pumpe, dass ich dachte: ‚Ja, leck mich doch am Anfang. Wie geht’s mir eigentlich?‘ Mir ging’s gut. Mir geht’s auch jetzt gut“, so Stefan Mross. 21 Jahre später moderiert er nun die letzte Ausgabe. „Wenn Sie zu Hause meinen: ‚Der ist bestimmt aufgeregt.‘ Natürlich geht’s mir nicht so gut. Alles andere wäre gelogen.“
„Eine schmerzhafte Entscheidung“
Im März hatten die ARD und der SWR das Ende von „Immer wieder sonntags“ verkündet. Es sei „eine schmerzhafte Entscheidung“ gewesen, die den Verantwortlichen nicht leichtgefallen sei – „angesichts des großen Erfolgs“.
Im Durchschnitt schalteten 1,25 Millionen Zuschauer ein. Dennoch entschieden sich die beiden öffentlich-rechtlichen Sender „aus finanziellen und strategischen Gründen“ gegen eine Fortsetzung der Show. 13 Folgen wurden den Fans noch einmal versprochen. Nun lief das Finale. Nach mehr als drei Jahrzehnten geht eine Ära zu Ende.
Erste Tränen nach 40 Minuten
Es wurde gefeiert, es flossen Tränen. Für Stefan Mross war die komplette Sendung eine Überraschung. Drei Tage sei er eingesperrt gewesen, damit er nicht mitbekommt, was im Europa-Park geprobt wird. Peggy March zum Beispiel schrieb ihren Song „Memories of Heidelberg“ in „Memories of Stefan Mross“ um.
Die ersten Tränen kullerten nach etwa 40 Minuten. Andy Borg erklärte dem Moderator, dass er in den vergangenen Jahren etwa 260 Kindern ermöglicht hatte, bei „Immer wieder sonntags“ aufzutreten. Rund 50 von ihnen standen nun erneut bei ihm auf der Bühne und sangen den Song „Auf uns“ von Andreas Bourani.
Auch beim Auftritt von Sigrid und Marina kamen Stefan Mross die Tränen. „Ich wollte stark bleiben und nicht weinen“, sagte er, während er sich mit einem Taschentuch über das Gesicht wischte. Die Sendung sei sein schönster „Immer wieder sonntags“-Moment. „Das werde ich in meinem Leben niemals vergessen.“















