Juli 29, 2026 1:50 p.m. CEST

Einsatz auf der Donau

Komplettes Kreuzfahrtschiff wird evakuiert

Aktualisiert am 29.07.2026 – 12:18 UhrLesedauer: 1 Min.

Bulgarische Polizisten evakuieren Kreuzfahrtpassagiere auf der Donau: Der Fluss führt derzeit ungewöhnlich wenig Wasser. (Quelle: Bulgarisches Innenministerium/reuters)

Das trockene Wetter führt zu Problemen für die Schifffahrt: Ein Kreuzfahrtschiff fährt sich in der Donau fest.

In Bulgarien sind 186 Passagiere und 52 Besatzungsmitglieder eines Kreuzfahrtschiffs auf der Donau auf Grund gelaufen. Einsatzkräfte begannen am späten Dienstagnachmittag mit der Evakuierung der „Viking Ullur“ im Nordwesten Bulgariens, wie das Innenministerium in Sofia mitteilte. Noch am Abend sollten alle Menschen das Schiff mit Hilfe der bulgarischen Grenzschutzpolizei verlassen haben.

Das unter Schweizer Flagge fahrende Kreuzfahrtschiff ist normalerweise auf der Donau zwischen der ungarischen Hauptstadt Budapest und Rumänien unterwegs. Es lief nach Angaben des Innenministeriums in der Nacht zum Dienstag rund 25 Kilometer vor der Stadt Widin auf Grund, wo es mit Nahrungsmitteln und frischem Trinkwasser versorgt werden sollte. Alle Passagiere an Bord stammen den Angaben zufolge aus der EU.

Niedrigwasser in der Donau – Einsatzkräfte evakuieren Passagiere

Grund für das Auflaufen seien eine schlechte Sicht und „der niedrige Wasserstand der Donau“, teilte das Ministerium weiter mit. Aus Sicherheitsgründen wurde die Grenzschutzpolizei eingeschaltet. In den Aufnahmen der Polizei war zu sehen, wie Einsatzkräfte Menschen in Schwimmwesten beim Besteigen eines Schnellboots halfen.

Wegen mehrerer Hitzewellen ist der Pegel in der Donau gesunken. Der niedrige Wasserstand im zweitgrößten Fluss Europas macht der Schifffahrt zu schaffen. Auch ein zweites Schiff, das die Passagiere der „Viking Ullur“ aufnehmen sollte, konnte nicht bis zu dem auf Grund gelaufenen Schiff vordringen.

Aktie.
Die mobile Version verlassen