Juli 17, 2026 12:43 p.m. CEST

Tier in Köln gesichtet

Fuchs am Rheinufer: Sorge nach ungewöhnlicher Entdeckung


17.07.2026 – 11:38 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Rotfuchs steht auf einer Wiese (Symbolbild): Am Kölner Rheinufer wurde ein erkranktes Tier gesichtet. Es hat sich womöglich mit Räude infiziert. (Quelle: IMAGO/Oliver Willikonsky)

Ein Rotfuchs am Kölner Rheinufer beunruhigt in den sozialen Medien zahlreiche Nutzer. Einige halten es sogar für ein ganz anderes Tier.

Eine ungewöhnliche Sichtung am Kölner Rheinufer beunruhigt derzeit zahlreiche Menschen – vor allem in den sozialen Medien. Auslöser ist ein Video von Jenny Gorzon, die sich auf Instagram auf Videos zum Thema Laufen spezialisiert. Bei einem morgendlichen Lauf am Kölner Rheinufer entdeckt sie ein ungewöhnliches Tier am Wegesrand – und hält es zunächst für einen Schakal.

„Dein Morning Run in Köln wird zu einer Safari“, schreibt sie dazu, unterlegt mit Musik aus „Die König der Löwen“. Tatsächlich sieht das dünne Tier zunächst wie ein Schakal aus – es handelt sich aber um einen Fuchs. Dieser ist vergleichsweise klein und abgemagert. Vieles deutet darauf hin, dass er an einer schweren Krankheit leidet.

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Bereits kurz nach der Veröffentlichung des Videos, das mittlerweile rund 750.000 Mal aufgerufen wurde, melden sich einige Nutzer. Sie vermuten, dass das Tier an Räude erkrankt ist, einer Milbenkrankheit. Betroffene Tiere leiden unter hohem Stress, weil die Erkrankung zu Juckreiz und damit verbundenem Haarausfall führen kann. Viele Tiere, wie der Fuchs im Video, wirken ausgezehrt und schwach.

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Nach der Veröffentlichung ihres Videos schreibt Jenny Gorzon in einem Kommentar, sie habe den Fall samt Video bei der Polizei, dem Ordnungsamt und der Unteren Jagdbehörde gemeldet. „Von der Jagdbehörde wurde mir erklärt, dass die Fuchspopulation in Köln aktuell sehr hoch ist und dadurch auch Räudefälle häufiger auftreten“, schreibt sie weiter.

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Die Stadt Köln erklärt auf Anfrage von t-online, dass jeder gemeldete Fall einzeln bewertet wird. Dabei werde auch entschieden, ob ein Tier möglicherweise getötet werden muss. Die Schonzeit für die Tiere ist am Donnerstag (16. Juli) abgelaufen.

„Da die Räude bei Füchsen keine Zoonose ist und keine Tierseuche mit Meldeverpflichtungen darstellt, liegen dem Veterinäramt keine Zahlen zu Infektionsraten bei Füchsen im Stadtgebiet vor“, erklärte eine Sprecherin weiter. Das zuständige Amt für Landschaftspflege und Grünflächen behandle allerdings keine infizierten Füchse, da es sich dabei um Wildtiere handelt.

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