Land prüft Möglichkeiten
Satelliten sollen Waldbrände in NRW früher erkennen
30.08.2026 – 08:39 UhrLesedauer: 1 Min.
Wärmebildkameras auf Satelliten könnten helfen, Waldbrände in NRW früher zu erkennen. Vor allem nachts und in abgelegenen Regionen könnten sie eine wichtige Lücke schließen.
Das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium prüft den möglichen Einsatz von Beobachtungssatelliten mit Wärmebildkameras zur Früherkennung von Waldbränden. Wie eine Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur erklärte, könnte man den Zugang zu Beobachtungssatelliten mit Wärmebildkameras nutzen.
Die meisten Hinweise auf Waldbrände kommen laut Ministerium derzeit von Menschen, die die Wälder besuchen und die Feuerwehr alarmieren. Nachts und in dünn besiedelten Gebieten, wo weniger Menschen unterwegs sind, blieben Brände oft länger unentdeckt.
Halbautomatisches Kamerasystem bereits im Einsatz
Satelliten mit Wärmebildkameras könnten dort ansetzen, wie eine Sprecherin des Ministeriums erklärte. Wärmebilder seien in solchen Regionen besonders aussagekräftig, weil dort weniger Licht- und Wärmeabstrahlung die Auswertung erschwere. Besonders bei nächtlichen Überflügen könnten Satelliten die Wärme eines Brandes detektieren.
Seit 2024 läuft am Niederrhein bereits das halbautomatische Kamerasystem „FireWatch“, das aus großer Entfernung Rauchentwicklung in Wäldern erkennt. Nach Angaben des Ministeriums hat das System bis August mehr als 100 Brände detektiert. Die Sprecherin nannte als Beispiel einen Brand Mitte des Monats bei Sonsbeck.















