Juli 17, 2026 8:26 a.m. CEST

Dürre an der Donau

Kreuzfahrtschiffe liegen fest


17.07.2026 – 04:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Ausflugsschiff auf der Donau in Rumänien: Viel Schiffe liegen wegen Niedrigwasser fest. (Quelle: H.Tschanz-Hofmann via www.imago-images.de/imago)

In Rumänien sinkt der Pegel auf der Donau. Das hat auch Auswirkungen auf den Tourismus.

In Rumänien hat eine Dürre die Schifffahrt teilweise zum Erliegen gebracht. Betroffen sind auch Kreuzfahrtschiffe, die wegen Niedrigwasser auf der Donau festliegen, berichtet Euronews. Die Pegel des Flusses sind erheblich gesunken.

Nach Angaben von Hydrologen habe die Donau einen der niedrigsten Wasserstände der vergangenen zwei Jahrzehnte erreicht. Besonders stark leiden Handel und Tourismus unter den Folgen. Im rumänischen Hafen Bechet nahe der Grenze zu Bulgarien ist der Schiffsverkehr laut Euronews nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Mit Getreide beladene Frachtschiffe können den Hafen nicht verlassen.

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Schiffe kommen nicht ans Ziel

Auch die Fährverbindung zwischen Rumänien und Bulgarien ist seit Tagen unterbrochen. Autofahrer und Lastwagen müssen deshalb längere Ausweichstrecken benutzen. Betroffen sind zudem Kreuzfahrtschiffe aus Westeuropa, die unter anderem von Budapest aus in Richtung Donaudelta unterwegs sind. Mehrere Schiffe stecken derzeit im Hafen von Bechet fest und können ihre Fahrt nicht fortsetzen.

„Der Schiffsverkehr auf der Donau ist zum Erliegen gekommen, und wir wissen nicht, wann er wieder aufgenommen wird“, sagte Constantin Ionele, Betreiber des Pontons im Hafen von Bechet, dem Sender. „Jedes Jahr kommen Kreuzfahrtschiffe aus dem Westen. Doch in diesem Jahr haben sie große Probleme, weil sie ihr Endziel nicht erreichen können.“

Einige Veranstalter versuchen nun, die Reisenden mit Bussen weiterzutransportieren. „Unsere Passagiere fahren nach Bukarest, weil das gesamte Reiseprogramm wegen des Wassermangels geändert werden musste“, sagte Ayman Ismail, Vertreter eines der festliegenden Kreuzfahrtschiffe, zu Euronews.

Auch Deutschland betroffen

Auch viele deutsche Flüsse wie der Rhein, die Elbe oder die Donau sind derzeit von starkem Niedrigwasser betroffen – das hat auch Auswirkungen auf die Schifffahrt. „Binnenschiffe können derzeit weniger Ladung aufnehmen als bei höheren Wasserständen“, teilt Fabian Spieß, stellvertretender Geschäftsführer beim Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit.

Auch bei Niedrigwasser führe die Binnenschifffahrt aber weiterhin Gütertransporte durch, amtliche Sperrungen durch die Bundeswasserstraßenverwaltung (WSV) gebe es nicht. „Die Schifffahrt fährt, solange es sicher möglich ist“, betonte Spieß.

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