Lebensgefahr droht
Fehlerhafte Airbags: Neue Rückrufe bei Skoda und Opel
03.11.2026 – 17:16 UhrLesedauer: 3 Min.
Fehlerhafte Takata-Airbags verursachen weitere Rückrufe. Nun müssen erneut Modelle von Opel und Skoda in die Werkstatt – bei einigen Opel-Fahrzeugen gilt sogar ein Fahrstopp.
Opel und Skoda müssen weitere Fahrzeuge wegen möglicher Airbag-Probleme in die Werkstätten holen. Besonders bei Opel sollten Halter genau prüfen, ob ihr Fahrzeug betroffen ist, denn für einige Modelle gilt ein Fahrverbot.
Das Problem steckt im Gasgenerator des Fahrerairbags. Hersteller Takata (mittlerweile existiert das Unternehmen nicht mehr) verwendete ein ungeeignetes Treibmittel. Dieses kann sich durch Alterung sowie feuchtwarmes Klima verändern. Wird der Airbag bei einem Unfall ausgelöst, kann der Druck zu stark ansteigen. Dann können sich Metallteile lösen und in den Innenraum geschleudert werden. Für Insassen kann das schwere Verletzungen zur Folge haben.
Opel: Rückruf wird erweitert
Bei Stellantis läuft bereits seit Februar 2026 ein Rückruf wegen der Takata-Airbags. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) führt diese Aktion unter der Referenznummer 15712R. Hinzu kommt nun eine weitere Aktion mit der KBA-Referenz 16105R. Laut KBA sind in Deutschland zusätzliche 8.705 Fahrzeuge betroffen; weltweit umfasst der Opel-Rückruf rund 900.000 Fahrzeuge.
Das Fahrverbot gilt europaweit für weitere Baureihen. Betroffen sind nach Angaben von Stellantis bestimmte Opel Astra H aus den Baujahren 2005 bis 2014 sowie Opel Vectra und Signum aus den Baujahren 2005 bis 2008. Ursprünglich galt das Fahrverbot vor allem für Fahrzeuge aus bestimmten südeuropäischen Ländern, die teilweise als Gebrauchtwagen nach Deutschland importiert wurden.

Betroffene Halter werden vom Kraftfahrt-Bundesamt angeschrieben. Sie sollen das Auto im Fall eines angeordneten Fahrstopps bis zur Reparatur nicht mehr fahren und einen Opel-Händler kontaktieren. Der Rückruf umfasst folgende Modelle:
- Astra: 3. Januar 2005 bis 11. Juni 2014 sowie 24. Februar 2009 bis 23. August 2018
- Cascada: 8. Mai 2012 bis 22. August 2018
- Meriva: 5. Februar 2009 bis 24. März 2017
- Mokka: 15. Dezember 2011 bis 6. Juni 2018
- Vectra: 4. Juli 2003 bis 10. Oktober 2008
- Zafira: 25. Februar 2011 bis 26. Juli 2016
- Signum: 16. Februar 2005 bis 19. Juni 2008
Allerdings sind nicht alle Fahrzeuge aus diesen Zeiträumen von einem Fahrverbot betroffen. Halter möglicherweise betroffener Fahrzeuge sollen ihren Wagen mittels der sogenannten FIN (siehe unten) prüfen lassen. In der Werkstatt wird der Fahrerairbag kostenlos getauscht. Gilt für ein Fahrzeug ein Fahrverbot, sollten Halter den Transport des Autos mit dem Händler abstimmen.
Skoda ruft weitere Fahrzeuge zurück
Auch Skoda muss seinen Rückruf wegen Takata-Airbags ausweiten. Bereits im Oktober 2025 hatte der Hersteller weltweit 138.441 Fahrzeuge der Baureihen Yeti, Citigo, Superb, Fabia, Rapid und Octavia zurückgerufen. Betroffen waren Fahrzeuge aus dem Bauzeitraum April 2014 bis Juni 2016. In Deutschland waren laut ADAC damals fast 13.500 Fahrzeuge betroffen.















