Einsatz am Hambacher Forst
Polizei stürmt Fahrzeug von mutmaßlichem Saboteur
Aktualisiert am 04.09.2026 – 18:21 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Polizei fahndet nach Sabotageakten in NRW weiter nach dem mutmaßlichen Täter. Der Innenminister gibt ein Update.
Die Polizei hat laut NRW-Innenminister Herbert Reul das Fahrzeug des Verdächtigen für mehrere Sabotageaktionen gegen die deutsche Stromversorgung gestürmt. Der Zugriff sei in Niederzier erfolgt, sagte der CDU-Politiker in Düsseldorf. Jetzt sei der Mann vermutlich zu Fuß unterwegs und werde nicht weit kommen.
Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung von dem Zugriff berichtet. SEK-Beamte durchsuchten demnach einen Lastwagen in der Nähe des Hambacher Forsts. Jetzt werde das Fahrzeug auf Spuren untersucht.
- „Verdächtige Umstände“: Polizei riegelt Umspannwerk in Niedersachsen ab
Es gab in dieser Woche mindestens zwei Sabotageversuche mit Bezug zur Stromversorgung. Zuletzt lösten Vorkommnisse in Nordrhein-Westfalen Aufregung aus. So wurde an einem Umspannwerk in Dormagen zwischen Köln und Düsseldorf ein verdächtiger Gegenstand entdeckt, laut Polizei möglicherweise eine Abschussvorrichtung.
Mutmaßlicher Täter sagt Kohleindustrie den Kampf an
Am Freitagvormittag hatte die Polizei bereits erklärt, mit „Hochdruck“ ein Bekennerschreiben zu prüfen. Reul erklärte bei der Pressekonferenz, dass die Ermittler aktuell davon ausgingen, dass das Bekennerschreiben authentisch sei. Der mutmaßliche Täter schrieb demnach zur Begründung der Taten: „Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen.“
Vor dem Zugriff am Lastwagen war bereits die Wohnung des Verdächtigen durchsucht worden. NRW-Innenminister Reul hatte bei einer Pressekonferenz erklärt, dass dabei Sprengstoff sichergestellt worden sei.














