Aufgrund mehrerer Faktoren
Diese Spritsorte war im August so teuer wie nie
01.09.2026 – 14:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Rekordpreise an der Zapfsäule: Super E10 ist im August 2026 nochmals teurer geworden. Schuld daran sind gleich mehrere Faktoren.
Im August 2026 mussten Autofahrer tief in die Tasche greifen. Super E10 erreichte sogar einen historischen Höchststand: Im bundesweiten Monatsdurchschnitt kostete ein Liter 2,1488 Euro – rund 7 Cent mehr als noch im Juli. Damit ist der August der teuerste Tankmonat seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen des Verbraucherinformationsdienstes Clever Tanken im September 2013.
Wer viermal 60 Liter tankte, zahlte im Schnitt rund 515 Euro – gut 16 Euro mehr als im Vormonat und sogar knapp 119 Euro mehr als im August 2025.
Noch härter traf es Dieselfahrer. Mit einem Durchschnittspreis von 2,2266 Euro je Liter verteuerte sich Diesel gegenüber Juli um satte 15 Cent. Vier Tankfüllungen à 60 Liter schlugen mit rund 534 Euro zu Buche – rund 157 Euro mehr als im August des Vorjahres.
Ein Preissturm aus mehreren Richtungen
Haupttreiber der Preisentwicklung war der internationale Rohölmarkt. Die anhaltenden Spannungen im Iran-Krieg und die eingeschränkte Nutzung der Straße von Hormus sorgten für erhebliche Unsicherheit bei der Ölversorgung. Hinzu kamen Drohungen der USA mit weiteren Sanktionen gegen den Iran. Der Brent-Preis schwankte im August zwischen rund 79 und 94 US-Dollar je Barrel.
Auch innerdeutsche Faktoren spielten eine Rolle: Das Niedrigwasser im Rhein erschwerte die Versorgung mit Mineralölprodukten, besonders in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen. Bahn und Lkw konnten die Ausfälle nur begrenzt auffangen.
Obendrauf kam die klassische Sommerferiensaison: In zahlreichen Bundesländern herrschte bis weit in den August hinein Ferienzeit, was die Nachfrage nach Benzin und Diesel zusätzlich hochhielt.
In dieser Stadt war Tanken am teuersten
Im Städtevergleich der 20 größten deutschen Städte schnitt München beim Super E10 am besten ab – mit einem Durchschnittspreis von 2,1160 Euro je Liter. Stuttgart und Mannheim folgten auf den Plätzen zwei und drei. Das andere Ende der Skala belegte erneut Dresden, das damit zum dritten Mal in Folge die teuerste Super-E10-Tankstadt Deutschlands war. Der Liter kostete dort im Schnitt 2,1895 Euro – vier Tankfüllungen à 60 Liter schlugen damit rund 17,60 Euro teurer zu Buche als in München.
Bei Diesel sicherte sich Nürnberg zum vierten Mal in Folge einen Platz unter den günstigsten drei Städten und führte das Ranking mit 2,1944 Euro je Liter an. Die teuersten Dieselpreise verzeichnete Wuppertal, gefolgt von Dresden und Köln.
Keine Entwarnung in Sicht
Für den September gibt es wenig Grund zur Entspannung. „Solange es keine belastbare Lösung für die Straße von Hormus gibt, kann jede politische oder militärische Eskalation neue Preissprünge auslösen“, sagt Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von Clever Tanken. Auch das Niedrigwasser des Rheins bleibt ein Risikofaktor für die Versorgungslage in Deutschland. „Einen klaren Trend nach oben oder unten sehe ich derzeit nicht“, so Bock.














