Oktober 9, 2026 7:23 p.m. CEST

Regenbogenbank im Tiergarten

Attacken gegen Gedenkbank: Verdächtiger ermittelt

09.10.2026 – 18:20 UhrLesedauer: 1 Min.

Regenbogenbank im Tiergarten (Archivbild): Ein Verdächtiger ist nun im Visier der Staatsanwaltschaft. (Quelle: Dirk Wittenberg/dpa/dpa-bilder)

Die Regenbogenbank im Berliner Tiergarten erinnert an die Opfer des CSD-Anschlags vom Juli und wurde seither mehrfach beschädigt. Nun gibt es einen Tatverdächtigen.

Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen einen 18-Jährigen, der die Regenbogenbank im Tiergarten mehrfach beschädigt haben soll. Die Polizei geht nach derzeitigem Ermittlungsstand von queerfeindlichen Motiven aus. Weitere Details zu den Ermittlungen wurden nicht mitgeteilt.

Die Bank in Regenbogenfarben war am 6. August in der Nähe des Anschlagsorts aufgestellt worden. Sie erinnert an die Opfer des islamistischen Terroranschlags am Rande des Christopher Street Day (CSD) vom 25. Juli.

Bei dem Anschlag fuhr ein 21-Jähriger mit einem Wagen in eine Menschengruppe, griff danach weitere Menschen mit einer Machete an und floh. Eine Frau wurde getötet, 31 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Einen Tag später erschossen Polizisten den Attentäter.

Grüne wollen Bank eigenhändig schützen

Seit der Aufstellung wurde die Bank wiederholt beschädigt: Am 1. September wurde sie fast vollständig zerstört, am 24. und 28. September wurden Latten beschädigt und am 2. Oktober besprühten Unbekannte sie mit schwarzer Farbe.

Die Grünen wollen den Gedenkort an diesem Wochenende (9. bis 11. Oktober) rund um die Uhr selbst schützen. Die Kreisverbände Pankow und Mitte sowie die Landesarbeitsgemeinschaft „QueerGrün“ organisieren eine Mahnwache an der Bank, um ein Zeichen gegen queerfeindlichen Hass zu setzen, wie die Partei mitteilte.

Die Mahnwache soll am Freitag um 23 Uhr beginnen. Unter den Teilnehmern sind auch die Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Mitte, Stefanie Remlinger, sowie die frühere DDR-Bürgerrechtlerin Marianne Birthler.

Aktie.
Die mobile Version verlassen