Waldbrand im Hohen Venn
Riesige Rauchwolke erreicht Köln – Warnung für die Region
Aktualisiert am 18.08.2026 – 10:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Waldbrand im Hohen Venn beeinflusst die Gefahrenlage in Köln und weiten Teilen der Region. Die Warn-Apps Nina und Katwarn schlagen Alarm.
Die Rauchwolke infolge des Waldbrands im Hohen Venn hat das Kölner Stadtgebiet erreicht. Am Dienstagmorgen (18. August) warnten die Apps Katwarn und Nina vor einer Geruchsbelästigung im Stadtgebiet. Es besteht allerdings keine Gesundheitsgefahr. Ähnliche Meldungen gibt es auch im Rhein-Sieg-Kreis, Rhein-Erft-Kreis und dem Kreis Düren.
In der Städteregion Aachen gilt eine höhere Warnstufe. Dort sollen die Menschen in den Kommunen Simmerath, Monschau und Roetgen Fenster und Türen geschlossen halten. Hinzu kommt weiterhin eine Warnung vor extremer Gefahr im Monschauer Ortsteil Kalterherberg, wo bereits in den vergangenen Tagen Menschen evakuiert werden mussten. Der Waldbrand wütet weiterhin nur wenige Hundert Meter hinter der deutschen Grenze.
Waldbrand im Hohen Venn: Rauchwolke erreicht Köln
Durch auffrischenden Wind waren Teile der Aschewolke am Dienstagmorgen weiter in Richtung Osten getragen worden. Im Kölner Stadtgebiet war der Geruch bereits am frühen Morgen deutlich zu erkennen, vielerorts roch es nach verbranntem Holz. Die Kölner Warnung kam wenige Stunden, nachdem auch entsprechende Hinweise in den benachbarten Kreisen und Kommunen veröffentlicht worden waren.
Der Waldbrand im Moor- und Naturschutzgebiet Hohes Venn ist der bislang größte in der Geschichte Belgiens. Es brennen rund 3.200 Hektar Wald. Eine drehende Windlage könnte das Feuer zudem verstärken und weitere Bereiche in Richtung der deutschen Grenze bedrohen. Hunderte Einsatzkräfte versuchen, das Feuer unter Kontrolle zu bringen.
Nina und Katwarn lösen aus: Aschesäule erreicht weite Teile von NRW
Bereits am Wochenende hatte die Rauchwolke des Brands im Hürtgenwald einen dichten Schleier vor die Sonne in Köln gelegt. Die Luftqualität war spürbar schlechter als in den Tagen zuvor. Eine entsprechende Warnung via Nina oder Katwarn gab es in dem Fall allerdings nicht. Die Einsatzkräfte hatten das dortige Feuer am Wochenende unter Kontrolle bringen können.
Extreme Trockenheit hat den Ausbruch der Feuer in den vergangenen Tagen begünstigt. Ausgelöst werden diese aber nahezu ausschließlich durch Brandstiftung. Im Hürtgenwald hat daher die Kölner Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache übernommen und bittet die Bevölkerung um Hinweise.
