Enge Kontakte zu AfD und BSW
Putin verleiht Orden an Bismarck-Nachfahren
05.11.2026 – 16:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Alexander von Bismarck gilt als AfD-nah und russlandfreundlich. Kremlchef Putin würdigt den fragwürdigen Einsatz des Deutschen mit einem berühmten Namen.
Der russlandnahe deutsche Publizist und Unternehmer Alexander von Bismarck mit Kontakten zu AfD und BSW ist von Russlands Präsident Wladimir Putin persönlich mit dem Puschkin-Orden ausgezeichnet worden. Die Zeremonie mit mehreren Ordensverleihungen fand am Feiertag der nationalen Einheit Russlands am Mittwoch im Kreml in Moskau statt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Der Puschkin-Orden würdigt herausragende kulturelle Leistungen oder Verdienste um die Verbreitung russischer Kultur im Ausland.
In seiner Dankesrede erinnerte von Bismarck an ein Zitat, das dem deutschen Reichskanzler Otto von Bismarck, einem entfernten Verwandten, zugeschrieben wird: Wenn Deutschland und Russland Freunde seien, gehe es auch Europa gut. Dafür setze auch er sich ein, sagte er laut einem Telegram-Video der Agentur Ria Nowosti.
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Otto von Bismarck (1815-1898) arbeitete nach Jahren der verschwenderischen Spielsucht zeitweise als preußischer Gesandter im Reich des russischen Zaren in St. Petersburg. Als erster deutscher Reichskanzler pflegte er eine enge Bündnispolitik mit Russland und anderen Großmächten. Das Modell der sogenannten Äquidistanz – gleicher Abstand – wird heute von AfD-Vertretern wie Alexander Gauland als Vorbild für die bundesdeutsche Außenpolitik genannt.
Gast der AfD-Fraktion
Alexander von Bismarck erregte im Vorjahr Aufsehen, als er kremlfreundliche Propaganda verbreitete. In der Vergangenheit gab es mehrfach öffentliche Berührungspunkte zwischen von Bismarck und AfD- und BSW-Politikern. So begleitete er im Juni zwei BSW-Europaabgeordnete bei Gesprächen in Moskau. 2024 war er auf einem Foto eines Empfangs in der russischen Botschaft in Berlin zum russischen Nationalfeiertag an der Seite von AfD-Fraktionsvize Stefan Keuter zu sehen, wie „Welt“ damals berichtete.
Die AfD-Bundestagsfraktion hatte von Bismarck in diesem Sommer als Diskussionsteilnehmer zu einem Kongress unter dem Motto „Meinungsfreiheit – Medien – Menschenrechte“ eingeladen. Im Oktober war er bei der Eröffnung eines TV-Studios des vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch geführten Magazins „Compact“ in Magdeburg zu Gast.
Bei der Veranstaltung, zu der AfD- und BSW-Politiker des neu gewählten Landtages eingeladen waren, sagte er laut einer Mitschrift, die „Compact“ veröffentlichte: „Mit meinem Namen ist verbunden, dass man mit Russland verbunden ist. Ich bin laufend in Russland, ich spreche mit allen in Russland, mit Künstlern, mit dem normalen Volk, mit den Offiziellen, und wenn ich mithelfen kann mit offiziellen Kontakten in Russland, bin ich sofort dabei.“















