Früher war sie bei der GSG 9
Polizistin vergewaltigt 15-Jährige
Aktualisiert am 16.09.2026 – 16:35 UhrLesedauer: 3 Min.

In Haft gilt die angeklagte Person als Mann. Vor Gericht tritt sie als Frau auf. Unabhängig davon: Die Vorwürfe sind schwerwiegend – und die Angeklagte hat sie eingeräumt.
Vor dem Landgericht Traunstein hat eine Polizistin gestanden, eine 15-Jährige vergewaltigt zu haben. Das Geständnis erfolgte am Dienstag beim Prozessauftakt unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wie ein Sprecher des Gerichts t-online mitteilte.
Zuvor hatten sich Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf einen Deal geeinigt: Unter der Voraussetzung eines umfassenden Geständnisses kann die Angeklagte demnach mit einer Haftstrafe von maximal dreieinhalb Jahren rechnen. Die Absprache soll unter anderem dazu dienen, der vergewaltigten Jugendlichen eine Aussage vor Gericht zu ersparen.
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Große Aufmerksamkeit erregt der Fall auch deshalb, weil die beschuldigte 55-Jährige zwar vor Gericht als Frau auftritt und in der Anklageschrift als weibliche Person geführt wird, aber in der Männerabteilung der JVA München in Untersuchungshaft sitzt.
Erst Elitepolizist bei der GSG 9, später ein Leben als Frau
Berichten zufolge lebte die 55-Jährige lange Zeit als Mann und war laut „Traunsteiner Tagblatt“ und „Bild“-Zeitung als solcher bei der Eliteeinheit GSG 9. Später kleidete sich Maja S. demnach als Frau, gab sich eine weibliche Identität und begann eine Hormontherapie. Zwei psychologische Gutachten sollen bestätigt haben, dass sie sich als Frau fühle.
Erste Konflikte mit dem Gesetz wurden 2024 bekannt. Bei Razzien fanden Beamte Kinder- und Tierpornografie bei S., sie wurde vom Polizeidienst freigestellt und laut „Bild“ zu einer Geldstrafe verurteilt. Schon kurz nach dem Urteil im Juli 2025 kam es zur Vergewaltigung.

Minutenlange Vergewaltigung
Das Opfer ist die Tochter einer Freundin. Im August des vergangenen Jahres unternahmen die Angeklagte und die Jugendliche einen gemeinsamen Ausflug. Auf dem Rückweg soll S. das rund 40 Jahre jüngere Mädchen auf der Toilette eines Fast-Food-Restaurants minutenlang vergewaltigt haben.
„Die Geschädigte war nicht in der Lage, hierauf zu reagieren, sondern starrte die Angeschuldigte im Schock an“, heißt es in der Anklage zu der Tat. „Die Angeschuldigte verließ die Kabine und die Geschädigte sperrte sich am ganzen Körper zitternd und mit Herzklopfen in der Toilette ein.“
Erst als die Verlobte der Angeklagten, durch Handynachrichten aufmerksam geworden, die Jugendliche Wochen später ansprach, offenbarte sich diese. So kamen die Ermittlungen ins Rollen. Das Mädchen, das zu der ehemaligen Elitepolizistin aufsah und mit dieser ein Interesse an Motorrädern teilte, sei „eher traurig über das Passierte“ als wütend gewesen, sagte eine Ermittlerin am Dienstag vor Gericht.













