Bundesweiter Warntag
Polizisten verletzen sich bei Böller-Unfall
11.09.2025 – 15:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Bundesweit heulen die Sirenen und schrillen die Handys. In Hamburg wollen Beamte Böller abschießen – und verletzen sich dabei.
Beim bundesweiten Warntag sind in Hamburg zwei Polizisten verletzt worden. Nach Angaben eines Sprechers der Innenbehörde handelt es sich um Beamte, die am Donnerstag eine Böllerschussanlage bedienten. Wie genau es zu dem Vorfall kam, ist derzeit unklar. Auch zur Schwere der Verletzungen gibt es noch keine Informationen.
Insgesamt wurden rund um den Hamburger Hafen fünf Böllerschussanlagen ausgelöst – eine davon mit Folgen. Die übrigen Anlagen funktionierten wie geplant, so der Sprecher der Behörde.
In Hamburg dienen Böllerschüsse traditionell zur Warnung der Wohnbevölkerung und allen Beschäftigten im Hafen und am Hafenrand vor einer bevorstehenden Sturmflut. Anwohner und Beschäftigte im Hafen würden dieses Warnmittel in der Regel kennen und könnten daher „effektiv auf die Gefahr einer Sturmflut hingewiesen werden“, heißt es auf der Internetseite der Hansestadt. Auch wenn die Abschussanlagen aus der Zeit gefallen wirken würden, seien sie wirksam.
Am bundesweiten Warntag hatte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn gegen 11 Uhr einen Probealarm ausgelöst. Etwa 45 Minuten später kam die Entwarnung.
Der Probealarm sorgte für reichlich Lärm. Handys piepsten, Sirenen heulten. Wer eine Warn-App auf seinem Smartphone installiert hat, bekam auch auf diesem Weg eine Mitteilung, die von einem Tonsignal angekündigt wurde. Ziel des bundesweiten Warntags, der einmal jährlich stattfindet, ist es, herauszufinden, wie die gesamte Bevölkerung im Ernstfall über drohende Gefahren informiert werden kann.
Die Signale sind extra laut, damit sie die Menschen notfalls auch aus dem Schlaf reißen. Doch auch wer keine solche App nutzt, erhielt eine Mitteilung auf sein Handy. Das funktioniert über Cell Broadcast, ein Verfahren, bei dem Informationen an alle Handys verschickt werden, die dafür die Voraussetzungen erfüllen und sich zum Zeitpunkt der Warnung in einem bestimmten Gebiet befinden.














