Oktober 16, 2026 10:14 p.m. CEST

Aachener Polizei warnt

Perfide Betrugsmasche – Ehepaar verliert fünfstellige Summe


16.10.2026 – 18:27 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine ältere Frau hält Geldscheine in der Hand (Symbolbild): In der Städteregion Aachen haben Betrüger zugeschlagen. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Stanislav Sablin/imago)

Betrüger haben es mit sogenannten „Schockanrufen“ besonders auf ältere Menschen abgesehen. Die Aachener Polizei berichtet von einem aktuellen Fall und warnt.

In der Städteregion Aachen haben Betrüger mit einem sogenannten „Schockanruf“ eine hohe Geldsumme erbeutet. Laut der Polizei erhielt ein älteres Ehepaar aus Stolberg-Münsterbusch am Donnerstag, 15. Oktober, einen Telefonanruf. Die Täter sagten demnach den Eheleuten, dass ihre Tochter verunglückt sei und dringend eine Operation benötige. Für die angebliche OP übergab das Ehepaar schließlich einen mittleren fünfstelligen Geldbetrag an einen unbekannten Mann.

Laut der Polizei gehen die Täter bei derartigen Taten stets ähnlich vor und „nutzen die Angst ihrer Opfer gezielt aus.“ So würden sie den Opfern keine Zeit zum Nachdenken lassen und einen enormen Druck aufbauen. Unter einem Vorwand würden sie ihre Opfer zu einer sofortigen Geldübernahme drängen, wobei sie sich häufig als Polizisten, Staatsanwälte, Richter, Ärzte oder andere Vertrauenspersonen ausgeben. Die Täter verfügen laut Polizei teilweise auch über persönliche Informationen ihrer Opfer, die sie zuvor im Internet recherchieren.

Polizei Aachen warnt vor Schockanrufen

Die Polizei Aachen rät dazu, sich am Telefon nicht unter Druck setzen zu lassen. Stattdessen solle das Gespräch beendet und ein Angehöriger kontaktiert werden. Auch sollten niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte übergeben werden. Selbst dann nicht, wenn die aufgetischte Geschichte zunächst glaubwürdig klingt. Polizei, Staatsanwaltschaft und andere Behörden fordern am Telefon niemals dazu auf, Bargeld zu zahlen, um eine angebliche Notlage zu lösen oder eine Person vor einer Haftstrafe zu bewahren. Wer bereits Geld an Täter übergeben hat, solle sich umgehend bei den Beamten melden.

Die Polizei rät zudem, die eigene Telefonnummer aus öffentlichen Telefonverzeichnissen löschen zu lassen. Denn die Täter suchen ihre Opfer oft gezielt aus – unter anderem anhand von Vornamen, die auf ältere Menschen schließen lassen. Auch appelliert die Polizei an Angehörige, ältere Familienmitglieder und Bekannte über solche Betrugsmaschen zu informieren. Ein Gespräch im Vorfeld könne helfen, im entscheidenden Moment einen kühlen Kopf zu bewahren.

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