September 20, 2026 10:18 a.m. CEST

Wütende Anwohner

Polizei bringt Maddie-Verdächtigen Christian B. weg


28.09.2025 – 11:23 UhrLesedauer: 2 Min.

Christian B. im Gerichtssaal (Archivbild): Der 48-Jährige wurde von der Polizei aus seiner Wohnung in Neumünster gebracht. (Quelle: Moritz Frankenberg/dpa Pool/dpa/dpa-bilder)

Der Hauptverdächtige im Fall Maddie, Christian B., kommt in Neumünster unter – Anwohner sind in größter Sorge. Jetzt greift die Polizei ein.

Der Hauptverdächtige im Fall Madeleine McCann, Christian B., ist am frühen Samstagabend von der Polizei aus seiner Wohnung in Neumünster weggebracht worden. Darüber berichteten die „Bild“-Zeitung und die britische „Sun“ übereinstimmend.

Fotos zeigen, wie B. von der Polizei abgeführt wird, die Hände im Kapuzenpullover. Währenddessen riefen aufgebrachte Anwohner dem 48-Jährigen Beschimpfungen zu: „Schäm dich“ und „Stück Müll“ sollen sie laut „Bild“ gerufen haben.

Nach Informationen der Zeitung befürchtet die Polizei, dass B. an seinem Wohnort in Neumünster etwas zustoßen könnte. Seine Adresse war kurz zuvor in örtlichen WhatsApp-Gruppen verbreitet worden. Die Polizei will B. daher laut „Bild“ an einen unbekannten Ort bringen, um ihn zu schützen.

Wegen der Gefährdungslage hätten in den vergangenen Tagen zudem Polizisten Einkäufe für B. erledigt. Nur wenige Male wurde der 48-Jährige in der Öffentlichkeit gesehen, etwa beim Kauf eines Handys.

Viele Anwohner sahen das jedoch offenbar anders. Eine Nachbarin sagte der britischen „Sun“: „Gut, dass er weg ist. Ich kann nicht glauben, dass sie ihn überhaupt hierher gebracht haben.“ Ein Vater sagte der Zeitung: „Alle hatten Angst.“

Die Ermittler in Deutschland sind sich sicher, dass Maddie tot ist. Sie halten Christian B. für den Täter. „Und zwar allein er“, sagte Oberstaatsanwalt Hans Christian Wolters dem NDR. B. bestreitet, etwas mit dem Fall zu tun zu haben, es gilt die Unschuldsvermutung.

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