Er soll Playmate vergewaltigt haben
Hugh Hefner meldete Jeffrey Epstein mehrmals beim FBI
15.08.2026 – 16:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein früheres Playmate wandte sich 2005 wegen Jeffrey Epstein an Hugh Hefner. Der Playboy-Gründer handelte sofort. Was das FBI daraufhin tat, ist nun Teil einer Klage.
Im Jahr 2005 wandte sich Audra Lynn Christiansen, bekannt als Miss Oktober 2003, an den Playboy-Gründer Hugh Hefner. Sie lebte damals in seiner Villa in Beverly Hills und vertraute ihm an, dass sie von Jeffrey Epstein vergewaltigt und an einen seiner reichen Bekannten weitergereicht worden sei.
Wie die „New York Post“ nun berichtet, rief der Magazinverleger daraufhin mehrfach beim FBI an, um die Vorwürfe gegen den Finanzier zu melden. Doch die Behörde reagierte nicht. Christiansen wurde erst im Oktober 2020 kontaktiert, 15 Jahre später und nach Epsteins Tod. Dieser Vorgang ist nun Teil einer Klage von 32 Epstein-Opfern gegen die Vereinigten Staaten.

Christiansen, die heute 46 Jahre alt ist und einem breiteren Publikum durch die Reality-Serie „The Girls Next Door“ bekannt wurde, hatte sich damals bewusst an Hefner gewandt. Sie war überzeugt, dass er die nötigen Verbindungen zur Strafverfolgung und den nötigen Einfluss besaß, damit ihre Aussagen ernst genommen würden. Laut der Klageschrift rief Hefner „mehre Male“ beim FBI an, um Epstein zu melden.
FBI wehrt sich: „Nicht verpflichtet, jeder Beschwerde nachzugehen“
Neben der Vergewaltigung schilderte Christiansen dem Playboy-Gründer auch, dass sie an den Kasinomilliardär Stanley Ho weitergereicht worden sei. Ho, der 2020 starb, galt als einer der vermögendsten Männer Hongkongs. Christiansen gab beim FBI an, ihre Agenten hätten sie mit Epstein bekannt gemacht. Dieser habe sie nach dem Erscheinen ihrer Playboy-Ausgabe treffen wollen.

Die Klage ist Teil eines Verfahrens vor dem US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von Florida. Die Opfer werfen dem FBI vor, trotz zahlreicher Hinweise über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg nicht angemessen gegen Epstein vorgegangen zu sein. Die Behörde hatte im Juni versucht, die Klage abweisen zu lassen, mit dem Argument, sie sei „nicht verpflichtet, jeder Beschwerde nachzugehen“. Das Verfahren läuft noch.
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