Nahverkehr, Stadion, Quartier
Münchens Olympia-Traum stößt auf große Hürden
Aktualisiert am 28.09.2026 – 14:42 UhrLesedauer: 3 Min.
München ist Deutschlands Kandidat für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Doch hinter dem Abstimmungserfolg warten Baustellen, die jahrelange Arbeit erfordern.
Der Deutsche Olympische Sportbund hat München als deutschen Kandidaten für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 nominiert. Im Auswahlverfahren setzte sich die bayerische Landeshauptstadt gegen Köln-Rhein-Ruhr mit 91 zu 50 Stimmen durch.
Nun werden die Verantwortlichen mit einer Reihe von Infrastrukturprojekten konfrontiert, die unter erheblichem Zeitdruck stehen. Eine Auswahl an Herausforderungen, die München neben der sportpolitischen Lobbyarbeit nun vor sich hat, um dem Olympia-Traum näherzukommen:
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Öffentlicher Nahverkehr
Ein Mammutprojekt ist der öffentliche Nahverkehr. Die zweite S-Bahn-Stammstrecke, die Entlastung bringen soll, ist noch weit von der Fertigstellung entfernt. Zuletzt begann die Tunnelbohrmaschine „Donna Maria“ mit dem Bohren erster Erkundungs- und Rettungsstollen.
Eine Inbetriebnahme ist für die späten 2030er Jahre geplant. Bei einem Zuschlag für 2036 müsste dieser Zeitplan deutlich gestrafft werden. Der Hauptbahnhof ist derzeit ebenso eine große Baustelle. Laut Bahn-Sprecher soll die Tiefstation 2035 bis 2037 in Betrieb gehen, das neue Empfangsgebäude erst 2038. Inwieweit die Bauten beschleunigt werden könnten – und was das kostet – dazu gab der Sprecher keine Prognose ab. Für das geplante Olympische Dorf im Nordosten der Stadt sind zudem eine Verlängerung der U-Bahnlinie U4 sowie ein S-Bahn-Verlängerung Nord vorgesehen.

Problem beim Olympischen Dorf
Das Olympische Dorf soll östlich von Daglfing und Englschalking entstehen und bis zu 16.000 Athletinnen und Athleten sowie bis zu 3.000 Medienvertreter aufnehmen. Nach den Spielen ist geplant, das Areal in ein Wohngebiet mit mehr als 10.000 dauerhaften Bewohnern umzuwandeln.
Allerdings gibt es laut der „Süddeutschen Zeitung“ ein Problem: Ein Grundstückseigentümer in dem anvisierten Gebiet habe bislang nicht vor, sein Land an die Stadt abzutreten. Unter Bezug auf eine Architektenpräsentation berichtete die „SZ“, dass das betreffende Grundstück deshalb aus den Olympia-Plänen ausgeklammert sei. Kritiker befürchten, dass im Extremfall über Enteignungen nachgedacht werden könnte. Zudem ist der Ausbau einer Straße zum neuen Quartier notwendig. Dazu gehört auch die Frage, wie die Athleten im Falles eines Zuschlags von hier zu den Wettkampfstätten kommen.
















