„Das ist etwas komplett anderes“
Kahn und Lehmann zweifeln an Bayern-Torwart
15.10.2026 – 21:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Jonas Urbig soll kommende Saison die Nummer eins beim FC Bayern werden. Doch hat er das Zeug dazu? Zwei DFB-Granden zweifeln.
Oliver Kahn und Jens Lehmann haben sich skeptisch über Jonas Urbigs Zukunft bei Bayern München geäußert. Der 23-Jährige gilt beim Rekordmeister als designierter Nachfolger von Manuel Neuer – doch beide Ex-Keeper sehen ihn noch nicht bereit für diese Rolle.
Kahn erkannte Urbigs Talent an, ließ aber eine zentrale Frage offen: „Ich kann nicht sagen, ob Urbig die Qualität hat, wirklich die Nummer eins bei Bayern München zu sein.“ Urbig sei ein „großartiges Talent“ und ein Torhüter, „der hier und da Unhaltbare hält und schon jetzt sehr weit ist“. Zum Beweis fehle ihm aber noch die Erfahrung: „Ich möchte das sehen, in dem Moment, in dem er die volle Verantwortung als Nummer eins trägt. Das ist etwas komplett anderes.“
Lehmann fiel noch kritischer aus. Er glaube „nicht, dass er die Nummer eins bei Bayern auf Dauer wird, weil er zu jung ist“ – das gelte entsprechend auch für die Nationalmannschaft. Den 40-jährigen Neuer beschrieb er als einen „Vater, der immer da ist, wenn etwas schiefgeht und dann den Brand löscht“: „Es ist etwas total anderes, wenn du plötzlich jedes Spiel machen musst.“
Kahn stimmte seinem einstigen Rivalen zu. „Die Nummer eins bedeutet: Da ist dann kein Manuel Neuer mehr“, sagte er. Erst dann könne Urbig zeigen, wie er mit Rückschlägen umgehe und ob er dauerhaft auf Top-Niveau agieren könne. Derzeit ist Neuer bei Bayern Stammtorhüter, Urbig kommt jedoch regelmäßig zum Einsatz – und gab zuletzt sein Debüt in der Nationalmannschaft. Auch am Samstag gegen Leipzig wird der 23-Jährige voraussichtlich das Tor der Bayern hüten.














