„Können das Risiko nicht eingehen“
Bombendrohung: Oktoberfest bleibt vorerst gesperrt
Aktualisiert am 01.10.2025 – 13:51 UhrLesedauer: 2 Min.
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In München sind Polizei und Feuerwehr im Großeinsatz. Im Norden der Stadt brannte ein Haus, Einsatzkräfte fanden Sprengfallen – und einen Drohbrief.
Das Oktoberfest in München bleibt am Mittwoch vorerst gesperrt. Das gab Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Morgen in der Vollversammlung im Stadtrat bekannt.
Grund sei eine „verifizierte Sprengstoffdrohung“. „Wir können das Risiko nicht eingehen, das Oktoberfest zu eröffnen“, erklärte Reiter, wie zuerst die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete.
„Mögliche Zusammenhänge mit anderen Orten in München werden geprüft, darunter auch die Theresienwiese“, teilte die Polizei auf X mit. „Aus diesem Grund verzögert sich die Öffnung des Festgeländes.“ Laut Reiter bleibt die Wiesn bis mindestens 17 Uhr gesperrt.
„Die Polizei wird alles tun, möglichst bis am Nachmittag um 17 Uhr die Wiesn komplett durchsucht zu haben, um damit Sicherheit zu gewähren“, erklärte der Oberbürgermeister auf Instagram. Wenn die Polizei das nicht schaffe, werde die Wiesn am Mittwoch gar nicht mehr geöffnet. „Tut mir leid, anders geht’s nicht, Sicherheit geht vor.“
Der Notruf im Münchner Norden war um 4.41 Uhr eingegangen. Anwohner im Stadtteil Lerchenau meldeten explosionsartige Geräusche oder Schüsse sowie Flammen. An einem nahen See lag ein sterbender Mensch. Die Polizei meldete am Vormittag seinen Tod.
Laut der „Bild“-Zeitung soll der Mann sein Elternhaus mit Sprengsätzen präpariert, in Brand gesetzt und sich dann das Leben genommen haben. Entschärfer seien vor Ort. Die Beamten hätten sich anfangs nur per Hubschrauber an den Einsatzort herangetraut.
Nach Angaben Reiters basiert die Oktoberfest-Schließung auf Erkenntnissen des Großbrandes im Münchner Norden. „Es geht darum, dass ein Täter die Wiesn bedroht hat und die Polizei und der Koordinierungskreis einhellig zu der Auffassung kamen, dass wir dieses Risiko, Menschen auf das Oktoberfest zu lassen, nicht eingehen können.“
