September 11, 2026 5:58 a.m. CEST

Konflikt im Nahen Osten

Ölpreis steigt weiter – Sorge vor Lieferengpässen

Aktualisiert am 11.09.2026 – 04:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Zwei Arbeiter einer Raffinerie in Saudi Arabien (Symbolbild): Die Preise für Rohlöl ziehen wieder an. (Quelle: imago-images-bilder)

Der Konflikt im Nahen Osten lässt den Preis für Rohöl weiter ansteigen. Am Freitag durchbrach er eine wichtige Marke.

Der Ölpreis ist am Freitag erneut gestiegen und hat Furcht vor Lieferengpässen ausgelöst. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich um ein Prozent auf 108,68 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI stieg ebenfalls um ein Prozent auf 103,45 Dollar. Beide Sorten steuerten auf einen Wochengewinn von fast 13 Prozent zu und lagen damit erstmals seit Mitte Mai über der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar pro Barrel.

Hintergrund sind zunehmende Angriffe entlang wichtiger Schifffahrtsrouten. So übernahmen die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen am Donnerstag die Kontrolle über den jemenitischen Hafen Mokka, was eine weitere Bedrohung für den Verkehr im Roten Meer darstellt.

Zudem haben die Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus zugenommen. In der Straße von Hormus sind am Donnerstag erneut zwei Schiffe angegriffen worden. Der Kapitän eines anderen Schiffes habe beobachtet, wie „vier unbekannte Geschosse“ die beiden Schiffe getroffen hätten, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO). Der Vorfall habe sich rund sieben Kilometer westlich des omanischen Ortes Khasab ereignet.

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Dieselpreis in den USA erreicht neues Rekordhoch

US-Präsident Donald Trump warnte am Mittwoch, die USA könnten die iranische Berganlage „Pickaxe“ angreifen, die in der Nähe der schwerbeschädigten Urananreicherungsanlage Natans liegt. Der Krieg könne erst nach den Zwischenwahlen im November enden, sagte er. Das dürfte die Unsicherheit auf den Ölmärkten verstärken.

In den USA bekommen Verbraucher die Auswirkungen des amerikanischen Kriegs gegen den Iran bereits an den Tankstellen zu spüren. Dort überstieg der landesweite Durchschnittspreis für Diesel laut dem Preisbeobachter GasBuddy am Donnerstag erstmals die Marke von sechs Dollar pro Gallone. Der Analyst Tony Sycamore vom Broker IG hält einen erneuten Anstieg auf den WTI-Höchststand von 119,48 Dollar von Anfang März für immer wahrscheinlicher.

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